LED statt Natriumdampflampen

Das Nordfriesland-Tageblatt-Team: Sibylle Bremer, Stephan Bülck und Ute Weiß.
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Das Nordfriesland-Tageblatt-Team: Sibylle Bremer, Stephan Bülck und Ute Weiß.

Steigende Stromkosten motivieren die Niebüller Stadtvertreter zur Umrüstung der Straßenbeleuchtung / HGV hat beachtliche Einsparungen

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16. Juni 2014, 11:35 Uhr

103 000 Euro zahlte die Stadt im Jahre 2012 für den Strom ihrer Straßenbeleuchtung, in diesem Jahr rechnet man mit etwa 135 000 Euro. Eine Menge Geld. „Diese Kosten lassen sich reduzieren“, ist sich SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Uerschels sicher. Für die SPD beantragte er während der Stadtvertretersitzung eine Umstellung auf LED-Technik. Nicht ad hoc, sondern in Abschnitten. Denn: „Auch die Umrüstung kostet Geld.“ Wenn die Stadt alle Leuchtkörper auf einmal austauschen würde, gingen später vermutlich alle auch fast zeitgleich kaputt und müssten ersetzt werden. Seine Anregung: „Die Verwaltung soll beauftragt werden, eine Kosten-Nutzen-Analyse zur Umstellung bis zu den Haushaltsberatungen für 2015 vorlegen. Wir benötigen belastbares Material und Zahlen.“

Bernd Neumann (CDU) befürwortete als Vorsitzender für seine Fraktion den Antrag, regte zusätzlich das Anlegen eines Lampenkatasters an. „Man sollte auch die Anliegerbeiträge bei der Planung bedenken.“ Auch solle man mit dem Kreis in Kontakt treten. Der hat es sich bekanntlich zum Ziel gemacht, bis 2020 klimafreundlichster Kreis zu werden. Neumann: „Da muss jeder seinen Beitrag leisten.“

Bürgermeister Wilfried Bockholt ergänzte, dass für die Umrüstung der alten Quecksilber-Dampflampen EU-Mittel zur Verfügung stünden. „Gefördert wird allerdings nicht, wenn es sich um Natrium-Dampflampen handelt.“ Was das vorgeschlagene Lampenkataster angeht, so sei man da in der Verwaltung schon auf einem guten Weg. Der Bürgermeister: „Wir fangen nicht bei Null an. “ Karin Schiessler-Usadel vom Amt Südtondern: „Eine Bestandsaufnahme ist erfolgt, die Grundlagenermittlung soll Ende August abgeschlossen sein.“ Einige der Natriumdampflampen seien noch sehr gut „in Schuss“. Als nächstes müssen nun Modelle und Effektivität ausgelotet werden, weiterhin gelte es, ein einheitliches Erscheinungsbild zu erhalten.

In Sachen Anschaffungskosten gab Wilfried Bockholt Entwarnung: „Der Preisverfall ist immens.“ Waren noch vor wenigen Jahren pro Lampenkopf vierstellige Summen zu zahlen, so betrage der Preis heute, wenn es sich nicht um extravagante Modelle handele, etwa 500 Euro pro Stück. Das sich die Umrüstung lohnt, machte Holger Jessen (SPD) deutlich. Der Handels- und Gewerbeverein habe seine Weihnachtsbeleuchtung auf LED umgestellt. „Wir haben lediglich drei Prozent der üblichen Stromkosten gezahlt. 97 Prozent – das ist eine Rieseneinsparung.“

Ein weiterer Punkt zum Thema Straßen ist deren Sanierung. „Niebüll hat unendlich viele Schlaglöcher und Aufrisse“, erklärte Wilfried Bockholt. Allerdings habe man bisher dagegen nichts machen können. Grund: Es sei kein Asphalt zu bekommen. „Nach unseren Informationen war der für die Arbeiten an der A7 und der B199 reserviert.“ Damit ist nun Schluss. In dieser Woche soll mit den Flickarbeiten im Westersteig bis Butterfennenweg begonnen werden.

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