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Nordfriesland Tageblatt

17. August 2017 | 21:47 Uhr

Lecks Sozialverband droht das Aus

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Vorstand dringend gesucht: Findet sich nicht schnell jemand, der den Vorsitz übernimmt, muss sich der 550 Mitglieder starke Ortsverein auflösen.

Es steht schlecht um den Ortsverband Leck im Sozialverband Deutschland: Händeringend wird ein neuer Vorsitzender gesucht. Wenn sich keiner für dieses Ehrenamt bereit erklärt, bleiben die rund 550 Mitglieder „führungslos“ und der Verband muss sich noch im Laufe dieses Jahres auflösen.

Der Ortsverband gehört mit zu den mitgliederstärksten Vereinen im Ort und ist der zweitgrößte Verband im nordfriesischen Raum. Vor zwei Jahren feierte er sein 65-jähriges Bestehen, vor einem Jahr legte Elisabeth Sülflow nach sechsjähriger Amtszeit den Vorsitz nieder. Die Nachfolge trat Peter Looks an. Differenzen mit dem Kreisverband und auch in den eigenen Reihen veranlassten ihn, im Herbst 2013 zurückzutreten.

Kommissarisch leitet seither Rosita Schulz (seit acht Jahren 2. Vorsitzende) den Ortsverband und wird dabei von Schatzmeisterin Jutta Pingel kräftig unterstützt. „Insbesondere während meiner Krankheit und auch sonst hat sie mir sehr viel geholfen“, sagt Rosita Schulz dankbar. Jutta Pingel war es auch, die auf der Lecker Gemeindevertretersitzung öffentlich Unterstützung suchte: „Wenn sich niemand für den Vorsitz findet, wird sich der Verband auflösen müssen. Es sind doch viele Gemeindevertreter Mitglieder im Sozialverband. Überlegen Sie es sich, ob Sie nicht im Vorstand Verantwortung übernehmen möchten.“ Es sei auch möglich, das Konzept des Vorstandes zu ändern, um eine bessere Aufgabenverteilung zu erreichen.

Am 16. März muss auf der Jahresversammlung ein neuer Vorsitzender gewählt werden. Interessierte melden sich unter Telefon 04662/1225, auch diejenigen, die bis dato noch keine Mitglieder seien, meinte Rosita Schulz. Ein möglicher Kandidat bekundete direkt nach der Gemeindevertretersitzung Interesse, den Vorsitz zumindest übergangsweise zu übernehmen, bat sich aber Bedenkzeit aus.

Bleibt der Posten unbesetzt, wird der Ortsverband noch drei Monate vom Kreisverband aufgefangen: „Dann ist Schluss, dann schläft alles ein!“

Gesucht wird aber nicht nur ein Vorsitzender. Neu besetzt werden müssen ebenfalls die Posten des 2. Vorsitzenden, des Schatzmeisters und der Frauenvertreterin. Die Ehrenamtler finden einen Verband vor, der finanziell auf einem soliden Polster ruht und steigende Mitgliederzahlen aufweisen kann. Vor knapp einem Jahr wurde der Ortsverband Stadum mit gut 100 Personen übernommen, weil auch dort kein neuer Vorsitzender gefunden wurde.

Während der Kreisverband in Husum in sozialrechtlichen Fragen berät, widmet sich der Ortsverband Leck der Mitgliederpflege. Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ bietet er zwischenmenschliche Kontakte durch ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm. Die kulturellen und sozialen Begegnungen sollen der Vereinsamung vorbeugen.

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erstellt am 28.Feb.2014 | 14:21 Uhr

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