Neujahrsempfang : Lecker wissen, wie Hygge geht

Bereits zum 19. Mal machten sich die Bürger auf zum Empfang im neuen Jahr.
Bereits zum 19. Mal machten sich die Bürger auf zum Empfang im neuen Jahr.

Beim Neujahrsempfang tummelten sich zahlreiche Gäste. Bürgermeister blickt auf frohen Mutes auf 2017 und in die Zukunft.

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22. Januar 2018, 10:19 Uhr

Leck | „Liebe Alle“ rief Andreas Deidert den rund 200 Leuten nach dänischem Vorbild zu und das wirkte richtungsweisend: Beim Neujahrsempfang im Rathaus ging es recht hyggelig (dänisch für Gemütlichkeit) zu – mit Suppe, Sekt und ganz viel Schnack. Das Veranstaltungsquartett, die politische und kirchliche Gemeinde, der Handels- und Gewerbeverein sowie die Bundeswehr freuten sich über die große Resonanz.

Bereits zum 19. Mal machten sich die Bürger auf zum Empfang im neuen Jahr. Und wieder sicherten sich insbesondere ältere Menschen die besten Plätze an der warmen Heizung. Ein Stuhl blieb leer: Ehrenbürgerin Ruth Gressmann konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen. Die Gemeinde und alle, die da waren, schickten ihr die besten Grüße.

Ansonsten war alles vertreten, was Rang und Namen hat, aus Leck und den Nachbargemeinden, dazu gesellten sich etliche Bürger wie Roswitha und Hauke Brodersen. Erstmals schauten sie sich in dieser Runde um und begründeten: „Hier wird die Möglichkeit geboten, Kontakte zu knüpfen und Sachen in einer ungezwungenen Atmosphäre zu besprechen“. Genau das liegt dem Veranstaltungsquartett am Herzen mit dem Resultat, dass nur noch zwei (früher vier) Redner ans Mikrofon traten.

Als Hausherr begrüßte Andreas Deidert die Gäste, hielt Rückschau und blickte in die Zukunft. „Auch wenn die finanzielle Situation der Gemeinde Leck nicht so gut ist wie bei dem einen oder anderen unserer Nachbarn, so hatten wir ein gutes Jahr“, sagte der Bürgermeister. Die Gemeinde sei mit 8025 Einwohner gewachsen, die Ausstattung der Schulen und Kindergärten sei bestens. Zwar habe man mit einigen Leerständen in der Gemeinde zu kämpfen, trotzdem erhalte er überwiegend positive Signale von den Gewerbetreibenden.

„Der Schlüssel für eine positive Entwicklung liegt in der Entwicklung des ehemaligen Fliegerhorstes“, hieß es und: „Ich bin sicher, dass in der Konversion des gesamten Fliegerhorstes Potential für ganz Südtondern steckt!“ Andreas Deidert listete etliche Projekte auf, darunter Erschließungsarbeiten für weiteren Wohnraum und dringend benötigte Gewerbeflächen. Der neue Kommandeur des Bataillons Elektronische Kampfführung 911, Fregattenkapitän Günther Brassel, stellte sich vor, erzählte Privates wie auch seinen militärischen Werdegang. Wie lange sein Verband Teile des ehemaligen Fliegerhorstes noch nutzen werde, konnte er nicht beurteilen. Das hänge davon ab, wann die baulichen Maßnahmen in Stadum abgeschlossen seien. „Ein paar Jahre wird das noch dauern“, schätzte der Kommandeur.

Zur Zusammenarbeit mit der Gemeinde Leck meinte er. „Dat löpt….“. Zu einer großen Bühne machte Mahara Jacobsen den Rathaussaal. Die Musicalsängerin aus Neukirchen begeisterte mit Songs aus „Die Schöne und das Biest“ oder „Evita“. Von jedem etwas, alles in Maßen – nach dieser Devise gelang dem Gastgeberquartett eine informative und gesellige Veranstaltung, die zuvor mit einem Festgottesdienst in der St. Willehad-Kirche eröffnet wurde. Pastor Stefan Möbius predigte davon, keine Angst zu haben: „Geht mit Mut und Vertrauen in die Zukunft“, forderte der Pastor auf.

 

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