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Nordfriesland Tageblatt

14. Dezember 2017 | 16:56 Uhr

Ausstattung : Lecker Wehren sind gut gerüstet

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeindewehrführer informierte über den Bedarfsplan und machte zur Ausstattung einen Kosten sparenden Vorschlag. Sorgen bereitet die Mitgliederentwicklung.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2013 | 08:00 Uhr

Bei den Brandschützern in Leck ist fast alles im grünen Bereich. Die Räumlichkeiten reichen aus, und die Ausrüstung entspricht den Erfordernissen. Das hörten die Mitglieder des Infrastruktur- und Umweltausschusses gern, die unter Vorsitz von Roland Mader (CDU) im Gerätehaus in der Büllsbüller Chaussee tagten. Gemeindewehrführer Joachim Pilz stellte die Wehren vor und informierte über den Feuerwehrbedarfsplan, in dem anhand von verschiedenen Daten ermittelt wird, was für den Brandschutz in der Kommune erforderlich ist.

Wie der Wehrführer erläuterte, fließen in den Bedarfsplan Daten der Gemeinde ein. „Daraus ergibt sich das Gerät, das die Feuerwehr vorhalten sollte.“ Eine grüne Ampel signalisiert auf den einzelnen Datenblättern des Bedarfsplans, dass die Lecker Brandschützer gut aufgestellt sind, sei es bei den Einsatzmitteln, Einsatzkräften oder Hilfsfristen. „Das können wir überall gewährleisten“, betonte Joachim Pilz zum Thema Fristen.

Eine Spur von Sorge ließ der Wehrführer bei der Schilderung der Mitgliederentwicklung erkennen. Noch könne die Wehr die Mitgliederzahl halten. Aber einige werden aus Altersgründen gehen. „Wir brauchen uns nichts vorzumachen, der Mitgliederschwund wird auch bei uns einsetzen.“ Zwar kommt Nachwuchs aus den Jugendwehren, allerdings werden davon einige schon aus beruflichen Gründen die Region verlassen müssen.

Zurzeit verfügt die Wehr in Leck über 70 Aktive, 30 Mitglieder zählt die Jugendwehr und 19 die Ehrenabteilung. In Oster-Schnatebüll/Klintum sind 42 Brandschützer aktiv, 16 in der Jugend- und 17 in der Ehrenabteilung. „Das ist eine ganz hervorragende Zahl“, betonte Pilz. Als besonders positiv bewertete er die Tagesverfügbarkeit der beiden Wehren. Die führte er zum einen auf das Entgegenkommen des Lecker Buchherstellungsunternehmens Clausen & Bosse zurück, das die Brandschützer im Mitarbeiterteam für den Einsatz freistellt. Zum anderen sind es die Landwirte in der Feuerwehr Osterschnatebüll/Klintum, die auch tagsüber zur Verfügung stehen. Zwei positive Faktoren, die dem Brandschutz in der Gemeinde zugute kommen. Joachim Pilz formulierte es so: „Zusammen sind Leck und Klintum ein sehr schlagkräftiges Team.“

Das starke Team war bislang durchschnittlich mit einem Einsatz pro Woche gefordert. 54 waren es im vergangenen Jahr. Für 2013 dürfte die Bilanz höher ausfallen. „In diesem Jahr haben wir jetzt schon mehr als 80 Einsätze gefahren“, erklärte der Gemeindewehrführer und wusste zu berichten, dass es sich bei anderen Wehren ähnlich verhält. Woran es liegt, vermochte er nicht zu sagen. Die Frage aus dem Ausschuss, ob es vielleicht mit der Verkehrsführung während der B5-Sperrung zu tun habe, verneinte Pilz. Es sei aber eindeutig zu sehen, dass die Feuerwehr gebraucht werde.

Die Wehr ihrerseits braucht dafür die entsprechende Ausrüstung. In diesem Bereich gab es kein grünes, sondern ein gelbes Signal. Bei einem der Fahrzeuge läuft die auf 25 Jahre taxierte Nutzungszeit in einem Jahr ab. „Das Tanklöschfahrzeug müsste ersetzt werden“, erklärte der Wehrführer, der mit Blick auf die Mitgliederentwicklung eine Kosten sparende Lösung vorschlug. Statt des Tanklöschfahrzeugs, das eine bestimmte Sollstärke voraussetzt, sollte ein zusätzliches Löschfahrzeug angeschafft werden, das wesentlich vielseitiger einsetzbar sei.

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