Lecker Gelato: Die Geschichte der Eismacher

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25. Juni 2018, 14:57 Uhr

„Gelato, der Eismann ist da!“ Das süße Gefrorene schmeckte rund 50 Zuschauern im Leck-Huus, doch noch mehr interessierte die Geschichte der italienischen Eismacher. Rund 3000 italienische Eisdielen gibt es in Deutschland, eine davon in Lecks Hauptstraße. Daniela Friedrich und Barbara Fingerle vom „Theater Rondine“ brachten das zweisprachige Theaterstück auf die Bühne und erzählten, wann und warum die Gelatieri seinerzeit ausgewandert und was in 130 Jahren Eismacherhandwerk passiert war. Am Beispiel der Familie Lazarin aus dem Valle di Zoldo-Tal spielten die Schauspielerinnen tiefsinnige, hintergründige und unterhaltsame Geschichten, die sich wie ein Mosaik zusammenfügten. Es fiel nicht schwer, den Bogen zu spannen zu den heutigen Migranten, die ebenfalls aus der Not heraus nach Deutschland kommen mit der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Für Daniela Friedrich bedeutete der Auftritt fast ein Heimspiel: Sie lebte und arbeitete von 2003 bis 2010 in dieser Gemeinde. Ihren Ehemann, Dr. Marcus Friedrich, kennen die Bürger als „ihren Pastor“. Die Familie kehrte dem nordfriesischen Leck vor acht Jahren den Rücken: Der Seelsorger trat eine Pfarrstelle in der evangelischen Kirchengemeinde Bozen (Südtirol) an. Vor gut einem Jahr packten die Friedrichs ihre Koffer wieder im Norden Deutschlands, in Flensburg, aus. „Es ist schön, hier zu sein“, sagte Dr. Marcus Friedrich an diesem Abend. Er zeigte für die Regieassistenz und Technik verantwortlich.

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