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Neues Projekt : Lecker diskutieren weiteren Wanderweg

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mitglieder des Umweltausschusses lehnen Rundwanderweg um den ehemaligen Fliegerhorst ab.

Leck | Schon die Grundsatzentscheidung über den geplanten Rundwanderweg um und in Leck (wir berichteten) war für die Politiker eine schwere Geburt. Einen weiteren Rundwanderweg um den ehemaligen Fliegerhorst lehnten sie schlichtweg ab und kippten in der Sitzung des jüngsten Infrastruktur- und Umweltausschuss die Projektidee einer gemeindeübergreifenden Maßnahme. Das letzte Wort aber wird die Gemeindevertretung am 26. Oktober haben.


Politiker fühlten sich überrumpelt


Die Politiker aller Fraktionen fühlten sich überrumpelt, über ein Thema abzustimmen, um das es zuvor sehr ruhig geworden war und das nun überraschend auf dem Tisch lag. „Die Entstehungsgeschichte dieser Projektidee liegt in der Vergangenheit“, erklärte Bürgermeister Andreas Deidert. Die Bürgermeister der Gemeinden Klixbüll, Leck und Tinningstedt hätten sich, ausgelöst durch die Planungen auf dem Konversionsgelände, um eine weitere naherholungs- und touristische Nutzung des angrenzenden Geländes Gedanken gemacht. Unter Einbeziehung der AktivRegion Nordfriesland Nord sei die Idee für den Rundwanderweg entwickelt worden. Konkreter diskutiert worden sei das Thema Anfang dieses Jahres, sagte Andreas Deidert.

Im Vorkonzept führen die Wege zum größten Teil über vorhandene Feld- und Wirtschaftswege. Der Weg ist ungefähr dreizehn Kilometer lang, verbindet die drei Gemeinden und soll von Wanderern, Radfahrern Joggern und Spaziergängern genutzt werden. Empfohlen wird, attraktive Angebote einzubauen wie beispielsweise Landschaft erfahrbar machen (Pflege von Orchideenwiesen, Flugerlebnisse) oder Naherholung und Fitness zu ermöglichen (Boßeln, Boule, neuer See mit Bademöglichkeit).

Über Fördermöglichkeiten wurde gesprochen und über einen Verteilerschlüssel der Kosten des Projekts, über den die Gemeindevertretungen entscheiden. „Das ist keine konkrete Maßnahme und auch die Wege sind nicht in Stein gemeißelt“, betonte der Bürgermeister mehrmals. Man müsse lediglich über einen Grundsatz abstimmen: Soll ein Konzept erarbeitet werden oder nicht? Wenn ja, könnte ein Projektförderantrag im Frühjahr 2018 gestellt werden. „Wir entscheiden über ein Go und rund 40  000 Euro Planungskosten“, meinte Ingo Scholz (CDU).

Dazu aber fehlten ihm nötige Informationen: „Es sind so viele Fragen offen, die Leck massiv betreffen. Deshalb wird meine Fraktion einer Realisierung nicht zustimmen.“ Johannes Erichsen-Bey (CDU) konnte sich wie andere Ausschussmitglieder nicht vorstellen, „welcher Tourist sich dorthin verirren soll, wo eine Abgas-Teststrecke geplant ist“.


Andreas Deidert enttäuscht von Reaktionen


Klaus Schmidt (UWL) riet, sich mit den anderen beiden Gemeinden zusammenzusetzen und Gespräche vorweg zu führen. „Die Fahrradwege bis Klixbüll und Tinningstedt sind voll nutzbar. Was muss da neu gemacht werden?“, hielt Hans-Martin Petersen (SPD) die Maßnahme für überflüssig.

Ein wenig enttäuscht, dass keine Grundsatzentscheidung getroffen wurde, zeigte sich Andreas Deidert. „Man muss erst einmal Ja sagen zu der Idee, erst dann kann man etwas ausarbeiten. Die beiden anderen Gemeinden sehen das übrigens anders als diese Diskussion zunächst offenbarte. Wie im Nachhinein zu erfahren war, hat auch der Finanzausschuss komplett gegen die Projektidee gestimmt.

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