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Mehr Stellplätze : Leck will Wohnmobilisten locken

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Insgesamt 20 Plätze für rollende Reiseheime sollen am Erlebnisbad entstehen. Das letzte Wort hat die Gemeindevertretung.

Leck wird zum Wohlfühlort für Wohnmobilisten – wenn die Gemeindevertretung zustimmt. Nach positiven Abstimmungen in Infrastruktur- und Tourismusausschuss haben auch die Mitglieder des Finanzsausschusses „ja“ gesagt: Sie empfehlen, 65 000 Euro für den Bau von 20 Wohnmobilstellplätzen östlich des Erlebnisbades im 1. Nachtragshaushalt einzustellen. Der Wunsch dahinter: Touristen auf der Durchreise zum Aufenthalt in Leck zu verlocken.

Auf Initiative des Fördervereins Erlebnisbad Leck wurde im vergangenen Sommer angeregt, einen Stellplatz für Wohnmobile in unmittelbarer Nähe zum Erlebnisbad einzurichten. Die Gemeindewerke als Eigentümer des infrage kommenden Grundstückes haben der Baumaßnahme zugestimmt und signalisiert, die Wartung zu übernehmen. Darüber, ob sie sich an den Baukosten beteiligen oder sie ganz übernehmen, wird es noch Gespräche geben, wie auf der Sitzung laut wurde. Die planungsrechtlichen Voraussetzungen sind bereits geschaffen, das Verfahren zur 3. Änderung des B-Plans Nr. 16 ist in Gang gesetzt. Und von der Landesplanung hieß es im Herbst: „Der Platz ist geeignet, die zentralörtliche Funktion der Gemeinde Leck zu stärken“.

Der Plan sieht nun vor, neben den wohnmobilgerechten Stellplätzen fünf Stromsäulen, eine Station zur Entnahme von Frischwasser und zur Entsorgung von Abwasser, eine Fläche für Müllboxen, Beleuchtung, einen Gebührenautomat und eine touristengerechte Beschilderung zu installieren. Außerdem soll das Gelände eingefriedet, also eingegrenzt werden.

Hintergrund für dieses Projekt sind Studien und Erfahrungsberichte: In dieser Region nutzen Wohnmobilisten an rund 200 Tagen im Jahr die Stellplätze, man spricht von einer 30- bis 50-prozentigen Auslastung. Bei einer Auslastung von nur 30 Prozent rechnet man in Leck mit rund 1 200 Wohnmobil-Übernachtungen. Die Reisenden (in der Regel zwei pro Wohnmobil) geben 35 bis 40 Euro pro Übernachtung vor Ort aus, und zwar in der Gastronomie, für Lebensmittel, andere Einkäufe, Freizeitgestaltung und Eintritte. Auf Leck bezogen könnte das um die 84 000 Euro Mehreinnahmen bedeuten.

Nun gibt es in Leck seit Jahren einen kleinen Stellplatz für Wohnmobilisten an der Lecker Au (Süderholz), auf dem jedoch jegliche Infrastruktur fehlt. Als Vergleich zum neuen Projekt: 2013 wurden lediglich 80 Übernachtungen registriert. Wenn das neue Vorhaben am Erlebnisbad umgesetzt ist, sollen diese Stellplätze aufgehoben werden.

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erstellt am 21.Feb.2014 | 07:00 Uhr

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