zur Navigation springen

Bewegungs-Projekt : Leck will Spielplatz für Erwachsene und Kinder bauen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Nach chinesischem Vorbild soll ein sogenannter Mehrgenerationen-Spielplatz entstehen. Testphase startet Anfang September.

Junge und ältere Bürger durch Bewegung und Spaß im Freien zusammen zu bringen, das möchten die Politiker in Leck. Die erste Hürde haben sie auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung geschafft: Im Augarten soll ein sogenannter Mehrgenerationen-Spielplatz mit drei Fitnessgeräten eingerichtet werden. Das Projekt soll rund 7200 Euro kosten.

Aus China stammt das Konzept für solche Anlagen ursprünglich, heißt es von den Verantwortlichen. In den Parkanlagen und Fußgängerzonen vieler großer Städte sind dort Plätze mit Geräten für alle Generationen bestückt. Diese Art der gemeinsamen sportlichen oder spielerischen Betätigung gehört in der Volksrepublik zur Kultur. Auch in Deutschland wurde diese Idee inzwischen vielerorts abgekupfert und soll nun ebenfalls in Leck realisiert werden.

Hintergrund zum Spielplatz für alle ist der demographische Wandel und die steigende Lebenserwartung der Menschen. Wünschenswert ist es für jeden, möglichst lange selbstbestimmend zu leben – ganz unabhängig von fremder Hilfe. Das setzt voraus, bis ins hohe Alter fit und gesund zu bleiben. Ein Baustein dazu könnte dieser öffentliche Spielplatz für mehrere Generationen sein.

Das Spielplatzkonzept der Gemeinde, das Dieter Davids und Anton Nahnsen im vorigen Jahr erstellt hatten, empfahl, eine derartige Fläche im Augarten herzurichten, und zwar nördlich angrenzend an den bereits bestehenden Spielplatz. Dieser Plan kam bei den Politikern gut an. Zunächst werden nun drei Fitnessgeräte – darunter ein Stepper sowie eine Handdrehscheibe – aufgestellt, um Erfahrungen zu sammeln und zu prüfen, wie gut die neuen Bewegungs-Angebote bei Leckern und Besuchern ankommen. Wenn Bedarf besteht, könnten im nächsten Jahr weitere Geräte dort ihren Platz finden. „Die Geräte wurden so ausgewählt, dass möglichst unterschiedliche Körperpartien trainiert werden können“, erklärte Bürgermeister Andreas Deidert. Es steht also nicht nur der Spaß im Vordergrund, auch das körperliche Wohlbefinden soll gesteigert werden. Durch den „Bewegungspark“ werden generationsübergreifende Aktivitäten gefördert und zusätzlich Begegnungsorte für Jung und Alt geschaffen. Nach dem Bürgerfest Anfang September soll es losgehen.

Doch auch jetzt tut sich etwas im Augarten: Der bereits bestehende Spielplatz wird gerade für rund 6000 Euro frisch gemacht. Unter anderem stellen die Mitarbeiter des Bauhofes weitere Spielgeräte auf. Neben dem Drehkarussell und der Doppelschaukel wurden bereits eine Hüpfplatte installiert und eine Jugend-Sitzbank, mit einer Stange als Sitzfläche, aufgestellt. Zwei Federwipper sind versetzt worden und auch am Netz-Kletterbogen wird gebastelt.

Bauhofleiter Anton Nahnsen freut sich über die Turmkombination: „Die stammt vom Kindergarten in der Süderstraße, wo sie nicht mehr gebraucht wird“, sagt er. Dieses drei Jahre alte Spielgerät konnte zu einem günstigen Preis gekauft werden.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen