Leck: Umweltausschuss will Gewerbebetrieb auf dem Propsteigelände legalisieren

Die alte Propstei bleibt für Anwohner ein Problem.
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Die alte Propstei bleibt für Anwohner ein Problem.

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19. Juli 2015, 14:04 Uhr

Im Infrastruktur- und Umweltausschuss der Gemeinde Leck wurde erneut über die ehemalige Propstei gestritten: So wird nun die Änderung des B-Planes Nr. 5 (ehemalige Propstei) in ein allgemeines Wohngebiet doch auf den Weg geschickt, wenn denn die Gemeindevertreter endgültig grünes Licht geben. Gegen diese Änderung hatten sich Anwohner gewehrt und dafür plädiert, die einst kirchlich genutzte Fläche sowie den gesamten B-Plan als reines Wohngebiet auszuweisen.

Hintergrund: Seit Herbst 2013 fühlen sie sich durch einen illegal genutzten Gewerbebetrieb gestört. Mit dieser Thematik haben sich die Fachausschüsse der Gemeinde lange auseinandergesetzt. Nach der ersten öffentlichen Auslegung wurde der enge Abstand zum Wald bemängelt, also musste alles noch einmal geprüft und ausgelegt werden.

Laut Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein ist aufgrund der geringen Größe des Waldbestandes und seiner vergleichsweise geringen Brandgefahr ein Abstand von 20 Meter ausreichend. Hiervon ausgenommen werden können genehmigte Bestandsbauten. Diese Begründung wurde gebilligt und der B-Plan-Änderung zugestimmt. Betroffener Anwohner Peter Kern zeigte sich enttäuscht, aber: „Es ist alles gesagt, alles niedergeschrieben“. Nun liegt es an dem Kreis Nordfriesland, ob das Dachbeschichtungsunternehmen ein störendes Gewerbe ist oder nicht. In einem allgemeinen Wohngebiet sind nämlich Betriebe zulässig, die einer Versorgung der Anwohner dienlich sind und in Ausnahmefällen ist „nicht störendes“ Gewerbe erlaubt. 

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