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Rad-Routen in Südtondern : Leck sucht Menschen, die alte Wege befahren

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Alte Wege neu erfahren: Unter diesem Motto werden jetzt Paten gesucht, die sich Rad-Routen aus den 80er-Jahren annehmen.

shz.de von
erstellt am 11.Aug.2017 | 11:51 Uhr

Leck | „R  4“, „R  5“ „R  13“: Wer schon immer einmal wissen wollte, worauf diese Schilder in Leck hinweisen, hat jetzt die Gelegenheit dazu, genau das zu erfahren – buchstäblich. Denn Gemeindemanagerin Sabine Schwarz sucht Radwegepaten. Die Aufgabe: eine von 18 Routen entlangradeln, die Strecke auf ihren Zustand überprüfen, damit eine aktuelle Beschreibung der Strecke verfasst werden kann. „Die Paten bekommen die alte Beschreibung, korrigieren, was zu korrigieren ist, und vermerken Neues. Je mehr Füße mitradeln, desto besser“, sagt Sabine Schwarz. Und sie hat noch mehr Argumente dafür parat, bei der Aktion „Alte Wege neu erfahren“ dabei zu sein: „Man tut viel für sein Wohlbefinden, seinen Körper und den Ort. Und Glücksgefühle gibt es beim Radfahren inklusive. “

Vermutlich Ende der 80-er, Anfang der 90-er Jahre sind laut Gemeindemanagerin Beschreibungen der Routen von der CDU herausgegeben worden. Diese Beschreibungen kamen kürzlich über die Leckerin Margitta Borgmann zu Sabine Schwarz, die das Potenzial nicht ungenutzt lassen wollte: „ Das sind 18 Routen, die brach liegen, aber mit geringem Aufwand wieder hergestellt werden können. Und die Leute fahren hier gerne Rad.“

Die Routen sind sind zwischen 6 und 45 Kilometer lang, obwohl: „Eine Überraschungsroute ist dabei, von der nicht bekannt ist, wie viele Kilometer sie tatsächlich umfasst“, berichtet Lecks Gemeindemanagerin. Einige Strecken haben schon Paten gefunden: Susanne Ingwersen zum Beispiel wird sich mit ihrer Familie der „Güterroute“ über Schruplund, Hogelund, Gaarde und Fresenhagen annehmen, auch Bürgermeister Andreas Deidert und seine Familie radeln mit und kümmern sich um „R  16“, die von Leck nach Achtrup, Sprakebüll, Fresenhagen und zurück führt.

Insgesamt zwölf alte Wege sind allerdings noch an begeisterte Radfahrer abzugeben: Start ist immer Leck, die Ziele liegen größtenteils im ehemaligen Amt Karrharde. Sabine Schwarz: „Deshalb sind natürlich auch Paten aus anderen Gemeinden sind herzlich willkommen.“ Ziel ist, die Routen zunächst auf der Homepage der Gemeinde für Fahrradfreunde aus der Region und Urlauber verfügbar zu machen, spätere Publikation in Druck-Form nicht ausgeschlossen.

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