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Schachmeisterschaften : „Leck ist beinahe schon Sylt“

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Erstmals richtet die Schachsparte des MTV Leck die Landeseinzelmeisterschaften aus

von
erstellt am 15.Apr.2014 | 05:45 Uhr

Betritt man in diesen Tagen die Nordfrieslandhalle, ist es mucksmäuschenstill und doch sind die Räume nicht verwaist: Bei den 69. Landeseinzelmeisterschaften des Schachverbandes Schleswig-Holstein kämpfen rund 100 Teilnehmer aus allen Teilen des Landes in sieben Turnierklassen um die Titel. Am Karfreitag ist die Siegerehrung.

Erstmals richtet die Schachsparte des MTV Leck dieses hochkarätige Sportereignis aus und das hat einen besonderen Grund: Der Mutterverein feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Allerdings reisten nun nicht so viele Schachspieler an wie gewöhnlich. „Die Meisterschaften sind jedes Jahr auf die Woche vor Ostern terminiert, und da sind ansonsten immer Schulferien. Diese beginnen jedoch erst am Mittwoch“, erklärte Turnierleiter und Schiedsrichter Gerhard Meiwald vom Landes-Schachverband. Für viele sei auch der Weg zu lang gewesen – obwohl der ehemalige Lecker Schachspieler Olaf Steffens im Vorfeld tüchtig die Werbetrommel für die Veranstaltung gerührt hatte. Sicher liege Leck außerhalb der brummenden Metropolen, doch jeder wisse, das es einfach ein feiner Flecken Erde dort oben sei und: „Leck ist beinahe schon Sylt“, hatte Olaf Steffens gepriesen.

Die, die da sind, messen sich im königlichen Spiel. Konzentration ist angesagt, logisches Denken und räumliche Vorstellungskraft. Neun Runden hat jeder zu spielen. Das geht manchmal fix, andererseits braucht es seine Zeit. „Eine Partie kann bis zu fünf Stunden dauern“, klärte Lecks Spartenleiter Harald Eis auf, der gleichzeitig Vorsitzender vom Schachbezirk Nord ist. Der älteste Teilnehmer heißt übrigens Günter Petersen (93 Jahre), bei den Frauen bewegt Elfriede Wiebke (88 Jahre) als älteste Spielerin die Schachfiguren. Beide kommen aus Bad Segeberg. „Ich habe bereits in jungen Jahren das Schachspielen erlernt, spiele aber regelmäßig seit 1972“, erzählt Elfriede Wiebke. Ein Jahr früher trat Dr. Burkhardt Forbrich in die MTV-Schachsparte ein. Gemeinsam mit Großneffe Henrik Foth setzte er sich bei den begleitenden 10. Familienmeisterschaften an den Tisch.

Angeschlossen an die Landeseinzelmeisterschaft ist weiterhin die Landesmeisterschaft im Lösen von Schachproblemen, ermittelt wird der Landesmeister bei den Senioren im Blitz-Schach und am Freitag der Sieger bei der offenen Landes-Blitzmeisterschaft. Diese gilt als Qualifikation für den Norddeutschen Wettkampf.

Ein dickes Dankeschön schickte bereits Schiedsrichter Gerhard Meiwald an die Gemeinde: „Ich bin hellauf begeistert von den Turnierbedingungen. Hier werden beste Spielbedingungen geboten. Das ist nicht immer selbstverständlich.“

 

 

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