zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

17. Oktober 2017 | 19:18 Uhr

Wahl : Leck hat eine neue Gemeindespitze

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Zum zweiten Mal hat Rüdiger Skule Langbehn sein Amt an Andreas Deidert übergeben. Sabine Detert ist neue Bürgervorsteherin.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2016 | 10:57 Uhr

Seit gestern steht ein neues Team an der Spitze der Gemeinde: Die Politiker wählten Sabine Detert (53) zur neuen Bürgervorsteherin und Rüdiger Skule Langbehn reichte das Staffelholz an Andreas Deidert (52) weiter, der nun sein Nachfolger als Bürgermeister ist. Der bisherige Bürgervorsteher war am 24. Januar mit 55,1 Prozent der Stimmen (1289) von den Bürgern zum 8. hauptamtlichen Bürgermeister Lecks gewählt worden.

Mit rund 50 interessierten Bürgern war der Rathaussaal am Donnerstagabend gut besetzt. Die Leitung der Sitzung übernahm der stellvertretende Bürgervorsteher Klaus Steen, denn sein Vorgänger, Andreas Deidert, hatte sein Amt einen Tag zuvor niedergelegt. Seinem Stellvertreter oblag es, ihn zu verabschieden. In dem Spannungsfeld zwischen Gemeindevertretervorsitz und Fraktionsangehörigkeit habe sich Deidert souverän und überparteilich bewegt. Andererseits habe er seine politische Heimat behalten, sagte Klaus Steen. Er lobte außerdem: „Deine Sitzungsleitung war – auch bei schwierigen Themen – neutral und zielgerichtet. Alle kamen zu Wort. Du hast dich aber nicht verbogen, wenn es um deine eigene Auffassung oder den eigenen Standpunkt ging“.

Profilieren müssen wird sich jetzt diejenige, die in Deiderts Fußstapfen tritt. Die CDU-Fraktion hatte ihr Vorschlagsrecht genutzt und nannte Sabine Detert als Nachfolgerin. Es wurde geheime Wahl gewünscht, bei der sich Amtsdirektor Otto Wilke nicht zu schade war, mit der Wahlurne die Stimmzettel einzusammeln. Mit 15 Ja- und vier Gegenstimmen fiel das Votum auf Sabine Detert. Nach ihrer Vereidigung zur Bürgervorsteherin, dem höchsten politischen Amt der Gemeinde, übernahm sie die Sitzungsleitung: „Es ist spannend, und ich bin aufgeregt!“ Zuvor hatte sie erklärt: „Mir macht es Spaß, durch das Mitwirken in der Gemeindepolitik Leck voranzubringen und dies möchte in nun noch intensivieren.“

Andreas Deidert hatte darum gebeten, den scheidenden Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn zu verabschieden. Dafür gab es zwei Gründe: Zum zweiten Mal hat Langbehn ihm ein Amt übergeben (damals den Posten des Bürgervorstehers). Zum anderen hätten er und Langbehn in den vergangenen sechs Jahren sehr gut zusammengearbeitet, wie gesagt wurde. „Dass es auch unterschiedliche Meinungen gegeben hat, das ließ sich nicht immer ganz verbergen“, meinte Deidert. Doch: „Ich habe großen Respekt vor deinem Wesenszug, auch bei Schwierigkeiten und Widerständen deine Linie beizubehalten.“ Er stellte fest, dass nicht jede Kritik über bestimmte Vorgänge in der Gemeinde, die man an Langbehn an der Spitze festgemacht habe, persönlich berechtigt gewesen sei. „Ich danke dir für das, was du als unser Bürgermeister für unsere Gemeinde geleistet hast. Und ich danke für all die Jahre, die du zuvor als politisch sehr aktiver Mensch in der Gemeinde und im Kreis Nordfriesland für unsere Gemeinde Dinge erreicht oder es zumindest versucht hast.“

Erst beim Tagesordnungspunkt 15 erfolgte die Ernennung des neuen Bürgermeisters. Bürgervorsteherin Sabine Detert vereidigte Andreas Deidert auf Verfassung und Gesetze und darauf, stets seine Amtspflichten treu und gewissenhaft zu erfüllen. „Ich freue mich auf eine konstruktive und gute Zusammenarbeit mit den Politikern und der Verwaltung“, sagte Deidert.

Spontan hatte sich Ehrenbürgerin Ruth Gressmann entschlossen, den neuen Amtsinhabern zu gratulieren. In Richtung Langbehn sagte sie: „Ich danke dir, du hast dich mit ganzem Herzen für die Gemeinde eingesetzt, bei der auch mal ein paar Fehler gemacht wurden, aber das macht nichts. Ich werde dich nicht vergessen.“ Warum Leck seit dem Jahr 1954 bereits den achten hauptamtlichen Bürgermeister habe, während in Niebüll in der gleichen Zeitspanne erst der dritte Verwaltungschef amtiere, sei sie häufig gefragt worden und habe für sich nur eine Antwort gefunden: „Leck ist scheinbar eine wählerfreudige Gemeinde.“ Wie dem auch sei, bei dem anschließenden Sektempfang gab es lobende Worte, Glückwünsche und nette Gespräche.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen