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Herbstmarkt : Leck feiert Rummel bei teils strahlendem Sonnenschein

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Herbstmarkt nach Startschwierigkeiten am Sonntag gut besucht. Heute locken Familientag und Feuerwerk.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2017 | 10:36 Uhr

Leck | „Wie sieht’s aus: Wollt ihr noch ‚mal?“, schreit der Schausteller ins Mikrofon und lässt die Fahrgäste in den Armen der Krake dank eines Hebels auf und ab schnellen und rundherum sausen. Emily-May gefällt das. Die Achtjährige will sich heute wieder in die Krake, die jetzt Die Welle heißt, setzen: „Das ist cool“, sagt sie. Wie sie werden hoffentlich viele Menschen über den Rummel in Leck bummeln, denn es ist die letzte Chance, sich auf dem Herbstmarkt zu amüsieren.

Wolkenverhangen, nur wenig Nieselregen und angenehme Temperaturen waren eigentlich die besten Voraussetzungen für den Vergnügungsmarkt. Am Freitag lief das Geschäft aber eher schleppend an, am Sonnabend steigerte sich die Besucherzahl und voll wurde es– bei strahlendem Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen – gestern Nachmittag. Schuld daran waren das gute Wetter wie auch die Geschäftsleute, die traditionell ihren Kunden die Türen offen hielten und ein Pendeln zwischen Einkaufsstraße und Festwiese ermöglichten. Dennoch konnte eine Tatsache nicht unter den Tisch geschoben werden: Die meisten Marktbesucher zeigten sich enttäuscht über das Angebot: Nur zwei Fahrgeschäfte für die Großen, nur zwei Fahrgeschäfte für die Kleinen. Lars Clausen vom Westküstenverband der Schausteller erklärte: „Einige sind nicht gekommen und auf attraktiveren Märkten geblieben. Sie kommen hier einfach nicht zurecht. Es rechnet sich nicht für sie.“ Stromkosten, Standgebühren, Personalkosten und anderes würden sich summieren, sagte Lars Clausen, und: „Für den Betreiber eines großes Fahrgeschäfts bedeutet das, rund 2000 Euro hinzublättern, bevor überhaupt gestartet wird.“

Weniger Besucher, weniger Fahrgeschäfte – das ist eine Spirale ohne Ende. Die hört auf sich zu drehen, wenn die Leute aus der Region den Jahrmarkt durch ihr Kommen unterstützen und somit eine lange Tradition aufrecht erhalten, überlegten einige Menschen, unter ihnen Dirk Meyer. Er wünschte sich, den Markt nur noch einmal statt zweimal im Jahr in Leck zu haben: „Aber dann richtig und eine Woche lang“, betont er. Wie dem auch sei, die Lücken auf dem Platz vor dem Rathaus sind nicht zu übersehen. Trotzdem zieht der Geruch der gebrannten Mandeln in die Nasen, Stände animieren erfolgreich zum Mitmachen und immer noch bleibt der Herbstmarkt ein Ort der Kommunikation. Heute lockt der Familientag mit ermäßigten Preisen und ab 21 Uhr steigt das Riesenhöhenfeuerwerk und verwandelt den Himmel in tausendundeine Nacht.

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