zur Navigation springen

Hilfe für Problemviertel : Leck erhält 100 000 Euro Förderung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Erfolgreiche Bewerbung: Die Gemeinde ist mit dem Quartier Wikingerstraße beim Programm der Städtebauförderungsmaßnahmen dabei

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2015 | 05:00 Uhr

Das Warten hat sich gelohnt: Zum Oktober 2014 hatte die Gemeinde Leck einen Antrag für das Förderprogramm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ gestellt – und nun einen positiven Bescheid vom Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein bekommen. Leck ist mit 150  000 Euro in der Programmaufstellung der Städtebauförderung gelistet. Ein Drittel davon, also 50  000 Euro, trägt die Gemeinde selbst, 100  000 Euro schießen Land und Bund dazu, und zwar für Maßnahmen im Quartier Wikingerstraße/Klaus-Groth-Straße und Gutenbergring.

„Die Freude ist groß, das ist wie ein Sechser im Lotto“, sagt Lecks Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn, der auch positiv bewertet, dass alle gemeindlichen Gremien der Idee, sich für dieses Programm zu bewerben, zugestimmt hatten. Die zu erwartenden positiven Veränderungen im Quartier Wikingerstraße könnten zur Stabilisierung der Lebenswelten und einer sozialen Festigung führen, so Langbehn.

Zur Erinnerung: Das Gebiet um die Wikingerstraße habe sich zu einem „polizeiauffälligen gemeindlichen Problemgebiet“ entwickelt, in dem sich „städtebauliche, wirtschaftliche und soziale Probleme“ konzentrierten, hieß es im Antrag der Gemeinde. Weg von der Stigmatisierung und hin zu einem Quartier, in dem die Bürger gerne wohnen – das verspricht sich die Gemeinde Leck von der Aufnahme in das Förderprogramm.

Dazu sollen über ein Zeitraum von fünf Jahren unterschiedliche Maßnahmen beitragen, die Kosten dafür sind nach ersten Schätzungen mit 640  000 Euro veranschlagt. Bildung, Kulturelles, Ältere, Jüngere, Frauen, Männer, Migranten: Mit Hilfe des Programmes sollen Begegnungsräume geschaffen werden, zum Beispiel durch einen „multifunktionalen Grünraum“, eine Spielplatzaufwertung und einen neuen Fußweg. Zudem ist ein Ziel, Einrichtungen wie Kindergarten und Seniorenwohnheim besser zu vernetzen sowie die Angebote Wiki 42 und Wiki 44 auszubauen und zu sichern. Ein Quartiersmanagement, das von einem Sozialarbeiter übernommen werden könnte, soll Kontakte koordinieren und Türen für andere Fördermaßnahmen öffnen. Auch bauliche Veränderungen werden im Quartier Wikingerstraße angestrebt, dazu sollen Wohnungsbaugesellschaften ins Boot geholt werden.

Wie sich die Maßnahmen im Quartier Winkingerstraße konkret gestalten und wie sich die Förderung in den kommenden Jahren fortsetzt, bleibt abzuwarten: Am Montag wird Bürgermeister Langbehn in einem Gespräch in Kiel mehr darüber erfahren, was sich wie und vor allem wie schnell in der Wikingerstraße verändern kann.

Im Ministerium ist man von dem Programm überzeugt, laut Innenstaatsekretärin Manuela Söller-Winkler hilft die Städtebauförderung den Kommunen, attraktive Orte des Wohnens, Arbeitens und des kulturellen Lebens zu bleiben. Außerdem sichere sie dem örtlichen Handwerk und Gewerbe Aufträge und Beschäftigung. Denn ein öffentlicher Euro löse in der Regel das sechs- bis achtfache an Bauinvestitionen aus.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen