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Nachmittag der Begegnung : Leck: Deidert beklagt Stillstand

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Beim Begegnungsnachmittag in Leck beklagte Bürgervorsteher Andreas Deidert, dass sich in Sachen Flugplatz, Pavillon und Finanzamt nichts tue.

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erstellt am 15.Sep.2014 | 06:15 Uhr

Leck | „Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen“, zitierte Bürgervorsteher Andreas Deidert den französischen Erzähler Guy de Maupassant – eine Aussage, die trefflich den Nachmittag der Begegnung beschrieb. 380 Senioren aus Leck und der Karrharde waren der seiner Einladung in die Nordfrieslandhalle gefolgt und genossen das Miteinander mit Kaffee, Kuchen, Musik und die Zeit für Gespräche.

Andreas Deidert schickte gleich zu Anfang seinen Dank in Richtung der Senioren: „Ohne Ihre Spenden im vorigen Jahr wäre diese Veranstaltung nicht möglich gewesen.“ Bereits zum 21. Mal gab die Gemeinde Leck den Bürgern aus dem Ort und den umliegenden Dörfern Enge-Sande, Achtrup, Stadum, Sprakebüll und Ladelund die Chance, sich in gemütlicher Runde zu treffen. Auch dieses Mal waren die Weichen bestens gestellt, der Fahrdienst organisiert, die Tische schön geschmückt, die Helfer der DRK-Ortsvereine für die liebevolle Bewirtung motiviert.

Man müsse sich begegnen, um etwas zu bewegen, sagte Andreas Deidert und bezog das insbesondere auf den politischen Bereich. Man müsse einander zuhören, oft auch einander vertrauen: „Ich habe aber das Gefühl, manch einer in unserem Land muss scheinbar das Zuhören und vor allen Dingen das Verstehen und Vertrauen untereinander erst wieder lernen.“ Damit zielte der Bürgervorsteher ab auf jene Dinge, in denen sich nicht so viel bewegt hat: Das Finanzamt soll immer noch nach Husum gehen, auf dem Fliegerhorst tut sich gar nichts, der Pavillon in der Hauptstraße steht immer noch leer und die Straßen sind immer noch in einem beklagenswerten Zustand. Aber auch erfreuliche Dinge zählte Deidert auf: Der Bürgerbus Ladelund ist in Betrieb, die Lecker Grundschule fast fertig renoviert und dann ein Schmuckstück, sehr gelungene Veranstaltungen im Augarten und ein Spitzenbürgerfest.

Den Senioren wünschte er vergnügliche Stunden, Pastor Holger Asmussen gab ihnen Trostworte im Herbst des Lebens mit und Pfarrer Werner Pohl als Vertreter der katholischen Kirchengemeinde Niebüll sagte nette Worte. Der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins Sven Lück wollte verstanden wissen, dass deren Mitglieder die Gewerbesteuer zahlen, die Arbeitsplätze schaffen und daran erinnern, dass nicht nur Naturschutz, sondern auch Gewerbegebiete und Infrastruktur für die Region wichtig seien. „Wo begegnen Sie und wir einander?“, hinterfragte Sven Lück und listete viele Gelegenheiten auf. Vor allem aber freue er sich mit allen Mitgliedern auf die Begegnung mit den Senioren. Diese ließen sich die Kuchen schmecken, die teilweise wieder von den Schülern der Gemeinschaftsschule gebacken wurden. Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn hatte es sich nicht nehmen lassen, hier „ein Wörtchen mitzureden“, und auch Ehrenbürgerin Ruth Gressmann, die diese Veranstaltung ins Leben gerufen hatte, nahm gern zwischen den Besuchern Platz.

Mitsummen, Klatschen und Schunkeln war erlaubt bei dem Konzert des Niebüller Shanty-Chores unter der musikalischen Leitung von Manfred Tank und dem Vorsitzenden Willi Schoppmeier. Sie begeisterten mit einer Reise über die Weltmeere, boten Seemannslieder, niederdeutsches Liedgut und maritime Schlager.

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