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Leck bekommt feste Anlaufstation für Drogenabhängige

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 06.Aug.2014 | 10:34 Uhr

Das Beratungs-und Behandlungszentrum (BBZ) Niebüll des Diakonischen Werkes Südtondern erweitert in seiner Außenstelle in Leck ihr Angebot: Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Besuch der BBZ in Niebüll aufgrund der Entfernung von Leck nach Niebüll für viele Betroffene, insbesondere aus dem illegalen Drogenbereich, ein Hemmnis darstellt. Um diese Lücke jetzt zu schließen, wird es in Leck eine feste Anlaufstation geben.

Am Montag, 25. August, öffnet deswegen das BBZ in Leck seine Tore und lädt Hilfe Suchende aus dem illegalen Drogenbereich und deren Angehörige um 11 Uhr zum gemütlichen Beisammensein mit Frühstück ein. Das BBZ in Leck erweitert sein Angebot im niedrigschwelligen Bereich. Neben der wöchentlichen Beratungszeit, donnerstags nach Termin, die von der Suchttherapeutin Brigitte Umbreit gestaltet wird und der im Haus tätigen Fachkraft für Erziehungsberatung Monika Plock, wird es eine weitere feste Anlaufstation geben.

Betroffene aus dem illegalen Drogenbereich haben zukünftig die Möglichkeit, montags, in der Zeit von 11 Uhr bis 17 Uhr, in die offene Sprechstunde zu kommen. Um 11 Uhr wird jeweils ein Frühstück angeboten. Ansprechpartnerin wird montags Kordula Knitsch sein, die als Fachfrau rund um das Thema Sucht zur Verfügung steht.

Was heißt es nun, suchtgefährdet beziehungsweise süchtig zu sein, wen kann es treffen? Die Entwicklung einer Abhängigkeit, sowohl stoffgebunden (Alkohol-Drogensucht) als auch nicht stoffgebunden (Computer-Spielsucht), ist von vielerlei Faktoren abhängig. Wo zu Beginn einer Gefährdung oftmals die Neugierde eine große Rolle spielt, sicherlich auch die Verfügbarkeit sowie ein gewisser Gruppendruck, erfährt der Betroffene nach Konsum einer Droge oder Alkohol möglicherweise eine Erleichterung (die Kontaktaufnahme fällt leichter, die Selbstsicherheit steigt). Dies wiederum hat zur Folge , dass sich ein regelmäßiger Konsum entwickelt in der Annahme, die positive Wirkung damit beibehalten zu können. Fatal ist nur, dass die ehemals positive Wirkung immer auch eine negative Wirkung nach sich zieht, die sich bei regelmäßigen Konsum verlängert. Deshalb kommt es zwangsläufig zur Beibehaltung der positiven Wirkung zu einer stetigen Toleranzentwicklung (Steigerung und Häufigkeit der Dosis), die schließlich in eine Abhängigkeit führen kann, entweder psychisch, körperlich oder beides.

Sobald der Betroffene eine Abstinenzentscheidung trifft, meldet sich sofort das Suchtgedächtnis. Es entsteht ein Teufelskreis, aus dem der Betroffene oft nicht mehr aus eigener Kraft herauskommen kann. Genau hier setzt die Unterstützung der Beratungsstelle ein. Ihre Aufgabe besteht unter anderem darin, mit dem Betroffenen einen Weg aus der Abhängigkeit beziehungsweise aus der Gefährdung einer Abhängigkeitsentwicklung heraus zu finden.

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