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Nachmittag der Begegnung : Lebenswertes Leben dank Begegnungen

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Auf Einladung der der DRK-Ortsvereine und der Gemeinde Leck erlebten rund 350 Senioren aus der Region einen Nachmittag des Miteinanders

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2015 | 05:00 Uhr

Schutz, Hilfe und vielleicht auch eine neue Heimat, das ist sich Bürgervorsteher Andreas Deidert sicher, finden die zahlreichen Flüchtlinge, die auch im Bereich des ehemaligen Amtes Karrharde angekommen sind. Und das nicht zuletzt dank der vielen freiwilligen Helfer, Paten sowie staatlicher, aber auch politischer Einrichtungen und Vereine. So galt seine Begrüßung während des traditionellen „Nachmittag der Begegnung“ nicht nur den rund 350 Anwesenden, sondern auch all jenen Menschen, die ihre Heimat verlassen haben, in der Hoffnung ein lebenswertes Leben für sich und ihre Familien führen zu können. „Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen“, so Deidert mit einem Zitat des französischen Erzählers und Novellisten Guy de Maupassant. Für den Nachmittag der Begegnung, bei Kaffee, Kuchen, Musik und Zeit für Gespräche, ein treffender, überaus passender Auftakt.

Bereits zum 22. Mal bot die Gemeinde Leck den Bürgern aus dem Ort sowie aus Klixbüll und Tinningstedt, Achtrup, Ladelund, Enge-Sande, Stadum sowie Sprakebüll die Möglichkeit, sich in gemütlicher Atmosphäre zu treffen. Und wie in den Jahren zuvor, so waren die Helfer der DRK-Ortsvereine wieder einmal optimal aufgestellt. So war nicht nur der Fahrdienst bestens organisiert, auch in der Nordfrieslandhalle sorgten sie mit schön gedeckten und geschmückten Tischen und ihrem liebevollen Auftreten, für „Wohlfühlstimmung“.

In seinem Grußwort ließ es sich Bürgervorsteher Andreas Deidert nicht nehmen, auf die derzeitige und nicht nur die hiesige Region bewegende, sondern ganz Europa betreffende Situation im Umgang mit den Flüchtlingen, einzugehen. „Fast alle, die jetzt zu uns kommen, fürchten zu Hause um ihr nacktes Leben, das ihrer Angehörigen und ihre Zukunft. Diese Menschen verdienen unseren Schutz, unsere Hilfe und unsere Menschlichkeit.“ Die Anwesenden bat er, sich nicht von Lügen- und Horrorgeschichten beeinflussen zu lassen. „Lassen Sie nicht ihr Herz vergiften von den wenigen, die das System ausnutzen.“ Und auch die Grußworte des Amtsvorstehers Peter Ewaldsen sowie von Pastor Peter Janke, drückten deren Zuversicht aus.

Es folgten Ein- und Ausblicke in die Arbeit und das Aufgabenspektrum von Nicole Saballus,Geschäftsführerin des Diakonischen Werk Südtondern, sowie von Friedlinde Grabert, die als ausgebildete Krankenschwester in leitender Funktion für die DRK-Sozialstation und die damit verbundene Wohngesellschaft in Ladelund, zuständig ist. Ob es nun die Arbeit mit jungen Menschen ist, wie am Beispiel des Projektes „Wiki 44“ von Nicole Saballus dargestellt oder der Umgang mit pflegebedürftigen Menschen, wie Friedlinde Grabert zu berichten wusste, eines hatten beide Vortragenden gemeinsam. Es ist der Wunsch nach Begegnung, den Grabert dann auf den Punkt brachte: „Für die Zukunft wünsche ich mir, dass sich der Gedanke ,es muss keiner einsam alt werden‘ durch Einrichtungen und Häuser wie die unsrigen in der Gesellschaft weiterentwickelt.“

Für die musikalische, kurzweilige Unterhaltung sorgte der Gesangverein „Eintracht Enge-Sande“, dessen Mitglieder nicht nur selber vortrugen, sondern auch zum Mitsingen animierten, während unter anderem leckerer Kuchen, selbst gebacken von Schülern der Gemeinschaftsschule Leck, verzehrt wurde. So ging einmal mehr ein „Nachmittag der Begegnung“ zu Ende, der sicherlich allen Anwesenden die Wichtigkeit des friedlichen Miteinanders, egal in welcher Altersgruppe, verdeutlicht hat.


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