Filmprojekt : Lebensnah und pfiffig inszeniert

Etwas Neues ausprobieren – der Kreativität freien Lauf lassen: Die Jugendlichen hatten ihren Spaß und einen dichten Zeitplan.
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Etwas Neues ausprobieren – der Kreativität freien Lauf lassen: Die Jugendlichen hatten ihren Spaß und einen dichten Zeitplan.

Jugendliche schufen beim „Nordfriesischen Filmwinter“ drei beachtliche Kurzfilme unter dem Motto „Unter Druck – Under Pressure“.

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06. Januar 2015, 09:15 Uhr

Drei Kurzfilme, drei Mal anerkennender Beifall. Die Jugendherberge stand am ersten Januarwochenende ganz im Zeichen des Nordfriesischen Filmwinters. Dieser dauerte zwar nur Stunden, hatte es gleichwohl aber in sich.

Eine Gruppe zwölf- bis achtzehnjähriger Jugendlicher unter Leitung des Erziehers Eugen Heimböckel und der FSJ-lerin Marie Wilke aus dem städtischen Kulturbüro produzierte in nur wenigen Stunden drei Kurzfilme, die nach dem Dreh auch gleich aufgeführt wurden. Ideen und Drehbücher kamen aus der Gruppe, die auch die Szenen stellte, Dreharbeiten und Schnitt besorgte und ihre Ergebnisse Eltern, Freunden und Vertretern der Stadt präsentierte.

Mit dem ersten Film (Titel „Friends for ever“) deuteten zwei Mädchen an, dass es sie noch geben kann: die Freunde für immer. Allerdings: Wenn es um Geld geht, dann hört die Freundschaft auf – zumindest so lange, bis man verliehene fünf Euro wieder zurück bekommen hat. „Klare Kante“ in solchen Dingen, lautete die Moral der zweiten Geschichte von zwei Freunden, von denen der eine dringend etwas Geld brauchte, das ihm der andere lieh. Der dritte Dreh erzählte, auf welch verschiedene Art man sich unter Druck gesetzt fühlen kann. „Under Pressure“, lautete der Titel.

Alle drei Kurzgeschichten hatten durchaus Bezug zur Wirklichkeit, waren pfiffig realisiert und wurden vom Publikum vor der Leinwand auch verstanden. Ein wenig befremdlich war nur, dass für zwei der Titel eine Fremdsprache bemüht wurde, wo doch die „Friends“ auch „Freunde“ hätten sein können, und der „Druck“, unter den man sich gesetzt fühlt, nicht unbedingt „Pressure“ heißen muss.

Ob es nach dem Filmwinter wieder einen Filmsommer gibt, steht noch nicht fest. „Wir arbeiten daran“, sagt Eugen Heimböckel und erinnert sich an zwei gelungene Sommerprojekte: eines auf Langeneß und eine Filmvorführung in einer lauen Sommernacht draußen hinter dem Haizmann-Museum. Zu wünschen wär’s, wenn man bedenkt, wie faszinierend authentisch es sein kann, wenn junge Menschen ihre Fantasien, Gedanken und Gefühle mithilfe des Mediums Film umsetzen.

Übrigens hatten die jungen Niebüller Hilfe „von außen“. Die Camcorder lieh ihnen der Offene Kanal Flensburg. Und die Jugendherberge stellte ihnen die „Filmateliers“ und den „Kinosaal“ zur Verfügung.


Mehr Informationen über den Nordfriesischen Filmwinter gibt es auch auf der facebook-Seite Kulturbüro Niebüll.


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