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Zugehörigkeit stärken : Lebenshilfe Südtondern plant neue Aktion

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Verein lädt Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zu einem gemeinsamen Kinoabend ein.

Der Verein Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Südtondern wurde vor 50 Jahren gegründet. Anlässlich seines Jubiläums wird eine besondere Kinovorstellung am Mittwoch, 11. November, ab 17 Uhr im Ecks Kino gezeigt. Dazu wurde der Film „Ziemlich beste Freunde“ ausgewählt, der das Anliegen des Vereins deutlich machen soll.

Ziel der Veranstaltung sei ein „gemischtes Haus“, so der Vorsitzende Karl Carlsen. Um das zu erreichen, haben Gruppen, bestehend aus Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, freien Eintritt. Selbst dann, wenn man sich erst vor der Eingangstür kennenlerne, um den Film dann zusammen anzuschauen. Carlsen wünscht sich mithilfe dieser Idee, dass der größte Saal des Kinos – er hat 220 Plätze – bis auf den letzten Sitz gefüllt wird. Die Arbeit mit geistig behinderten Menschen habe sich im Laufe der Jahre verändert, so der Vorsitzende der Lebenshilfe. Aus der Hilfe im Alltag sei ein Weg der Inklusion entstanden. Die Zugehörigkeit der Menschen mit Behinderungen löse ein Umdenken im Kopf aus, das jedoch sei ein langer Prozess und werde nach Carlsens Aussage noch mindestens eine Generation dauern.

Um aber zu zeigen, dass es funktioniert, wird der Streifen „Ziemlich beste Freunde“ gezeigt , indem ein wohlhabender, jedoch querschnittsgelähmter Mann einen Pfleger bei sich einstellt, der für ihn kein Mitleid verspürt. Zwischen ihnen entsteht eine große Freundschaft. Und passenderweise basiert das Werk auf einer wahren Begebenheit. Es zeigt genau das, was der Verein und Karl Carlsen erreichen möchten: Ein Näherkommen von verschiedenen Menschen, um eine Beziehung zueinander aufzubauen und gegebenenfalls diese auch zu stärken. Dass das Ziel nicht an einem Abend zu erreichen sei, dessen ist sich Carlsen bewusst. Dennoch sei es ein Anfang und damit auch ein kleiner Erfolg. Auch die Besitzer des Kinos in Niebüll, Angelika und Wilfried Eck, unterstützen das Vorhaben. „Immer weiter machen“, sagt Angelika Eck, denn ein vorgegebenes Ziel komme besser an.

Natürlich sei so eine Veranstaltung nicht planbar, damit sie aber ein Erfolg wird, darf jeder dabeisein. Wenn alles klappt, werde man die Veranstaltung nächstes Jahr wiederholen, versicherte Carlsen. Wer also Interesse hat und zu dem Weg der Inklusion beitragen möchte, ist eingeladen, am Mittwochabend im Ecks Kino vorbeizuschauen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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erstellt am 02.Nov.2015 | 12:14 Uhr

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