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Nordfriesland Tageblatt

17. November 2017 | 18:55 Uhr

Laufen vor großer Kulisse

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zahlreiche Zuschauer feuerten die 800 Profis und Hobbyläufer beim 23. Stadtwerkelauf in Niebüll an

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2017 | 12:17 Uhr

Wenn der Turn- und Sportverein zu seiner großen Laufveranstaltung aufruft, ist ihm eine beeindruckende Kulisse sicher. Hinzu kommt, dass sich beim Stadtwerkelauf Breiten- und Leistungssport miteinander verbinden. Der Jedermannlauf über 2600 Meter lockt ganze Familien in die Innenstadt. Eltern können dabei ihre Kinder erstmals in einem Wettkampf erleben, nach dem Zieleinlauf spielten sich viele tolle Jubel-Szenen ab, wenn die Mammas und Papas ihre Sprösslinge stolz in die Arme schließen. Leistung wird dagegen im großen und kleinen Stadtlauf gefordert, wenn es über 10 000 und 5 000 Meter geht. Asse dieser speziellen Laufdisziplin kommen gerne nach Niebüll, wie es auch dieses Mal wieder zu erleben war.

Die Laufveranstaltung wird von außen her gefördert. Nach dem Hauptsponsor ist sie auch als Niebüller „Stadtwerkelauf“ tituliert, benannt nach dem städtischen Energieversorger. Der Geschäftsführer der Niebüller Stadtwerke Rüdiger Wiese war denn auch mit einigen Stadtvertretern an der Laufstrecke vertreten. Bürgervorsteher Uwe Christiansen war Schirmherr der Laufveranstaltung. Interesse vom Nachbarn Leck gab es auch, zumal dessen Bürgermeister Andreas Deidert mit am Start war.

Der Start des Laufes verlief bei volksfestartiger Stimmung auf dem Rathausplatz, wo Angela Christiansen zum kollektiven Aufwärmen vor den Läufen aufruft. Wenn 800 Läuferinnen und Läufer Gymnastik machen, ist das auch für die vielen Zuschauer ein großer Spaß.

Der diesjährige Stadtlauf hatte internationalen Charakter. Den deutschen Gastgebern hatten sich Läufer aus Polen, Mexiko sowie dem vorderen Orient und Afrika hinzugesellt. Doch Rodrigo aus Puebla de Zaragoza, der kleine Ali aus Afghanistan oder Tamara aus Aserbeidschan sind bereits in Nordfriesland heimisch, beherrschen längst die deutsche Sprache und sind ihren Eltern die Familiendolmetscher.

Der TSV Rotweiß freute sich erneut über 800 Teilnehmer zum mittlerweile 23. Stadtlauf, dessen Laufstrecke amtlich vermessen ist – und zuweilen auch in die Langlauf- Landesmeisterschaften wie im Jahr 2015 einbezogen wird. Im TSV liegt die Leitung des Straßenlaufs in Händen der Leichtathletikabteilung. Hauptverantwortliche ist Astrid Beiersdorf. Ihr zur Seite stehen 40 Helfer. Nicht zu vergessen sind auch die Mitarbeiter des Bauhofes, die in der Stadtmitte nach dem Hauptstraßenvergnügen für ein „Klarschiff“ zum Straßenlauf gesorgt haben. Unterstützung hatte sie außerdem durch Bernhard Vogel, der die Veranstaltung moderierte und dafür sorgte, dass die Zuschauerkulisse immer gut informiert war.

Es klappte alles in allem wieder einmal vorzüglich. TSV-Chef Hans Thiesen schaut jedoch bereits in die Zukunft und äußert die Sorge darüber, immer genügend ehrenamtliche Helfer zur Hand zu haben. „So ein Ding wie der Straßenlauf ist arbeitsmäßig immer wieder ein Klimmzug, der wir aber gerne machen, weil er auch Jugendliche und sogar schon Kinder für den Süort interessiert.“ Dank äußerten Conradi und Thiesen vor allem gegenüber den Schulen. Ohne die jugendliche Begeisterung wäre diese Veranstaltung um vieles ärmer. Es war wieder festzustellen, dass die Akzeptanz für die sportliche Großveranstaltung in der Stadt ungebrochen weiterlebt. Auch 2018 wird es einen Stadtwerkelauf geben.  



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