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Nordfriesland Tageblatt

13. Dezember 2017 | 12:54 Uhr

Gedenken : Landfrauen-Arbeit maßgeblich geprägt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Am 21. Oktober ist die Niebüllerin Lene Richardsen im Alter von 87 Jahren verstorben. Sie stand von 1962 bis 1986 dem Landfrauenverein Niebüll vor und engagierte sich ebenfalls von 1973 bis 1991 als Bezirksvorsitzende des Landfrauen-Bezirks Südtondern.

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erstellt am 25.Okt.2013 | 17:14 Uhr

Lene Richardsen verstarb nach längerer Schwäche am 21. Oktober in Niebüll. Sie wurde am 3. März 1926 geboren und verbrachte ihre Jugend in Emmelsbüll, besuchte die Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll und absolvierte eine Hauswirtschaftslehre. 1950 heiratete sie den Landwirt Martin Richardsen in der Koogsreihe in Galmsbüll/Niebüll, wo sie bis zuletzt in ihrem wunderhübschen, denkmalgeschützten Friesenhaus lebte.

Nicht nur die Landfrauen trauern um eine außergewöhnliche Frau, die die nordfriesische Landfrauen-Arbeit maßgeblich geprägt hat. Ihre vielfachen Interessen, ihre freundlich-deutlich artikulierten Anregungen brachte sie jederzeit sehr präzise an die Frau und auch an den Mann.

So stand sie von 1962 bis 1986 dem Landfrauenverein Niebüll vor und engagierte sich ebenfalls von 1973 bis 1991 als Bezirksvorsitzende des Landfrauen-Bezirks Südtondern. In dieser Position hat sie auch als Stellvertretende Vorsitzende zukunftsweisend in und für Nordfriesland fungiert.

1984 wurde sie für ihr unermüdliches Engagement – sehr verdient– von Ministerpräsident Uwe Barschel mit der Schleswig-Holstein-Verdienstmedaille ausgezeichnet. Sie freute sich über diese Auszeichnung, mochte diese Würdigung aber nicht als ihr persönliches Verdienst, sondern vielmehr als eine Ehrung für die Landfrauen-Arbeit und somit für die gesamte Region verstanden wissen. Sie stellte sich nie in den Mittelpunkt.

Lene Richardsen hat äußerst bescheiden gewirkt und konnte dennoch durch ihre charismatische Art unglaublich viel bewegen. Mit ihrem enormen Weitblick packte sie viele Themen frühzeitig und mit großer Umsicht an. Mit ihrem Selbstverständnis, ihrem Pragmatismus, schaffte sie es immer wieder, Menschen für die anstehenden Aufgaben zu sensibilisieren. Sie war unglaublich umtriebig, immer auf der Suche nach Handlungsfeldern. Dabei nahm sie ihre Mitglieder und auch Mitmenschen stets auf ihrem (Gedanken)-Weg mit. Völkerverständigung über Grenzen hinaus und die Verbindungen mit Menschen waren ihr über die Jahrzehnte eine besondere Herzensangelegenheit.

Eines ihrer stetig vorgebrachten Zitate lautete „Das Alte bewahren – das Neue erfahren.“ So gelang es ihr mit dieser inneren Einstellung die land- und hauswirtschaftlichen Themen genauso in Einklang zu bringen, wie die Zusammenführung von Stadt und Land, oder aber aktuelle, politisch motivierte Anliegen.

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