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Nordfriesland Tageblatt

20. Oktober 2017 | 14:53 Uhr

Landesvater auf Westküsten-Tour

vom

Neues Call-Center und Traditionsunternehmen waren Stationen für Ministerpräsident Torsten Albig / Zeit für die Kreismusikschule blieb auch noch

shz.de von
erstellt am 09.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Nordfriesland | Die große Sommertour von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig ging gestern in Nordfrieslands Kreisstadt zu Ende. Dabei ließ es sich das Landesoberhaupt nicht nehmen, mit seinem ortskundigen Vorgänger Peter Harry Carstensen auf Nordstrand zu einer Radtour zu starten (siehe Seite 4) und zwei Unternehmen genauer unter die Lupe zu nehmen, für die Albig lobende Worte fand. Besonders, der vom schleswig-holsteinischen Sozialministerium geförderte Betrieb "carebyphone integration" in Husum gefiel ihm. Vielleicht auch, weil Geschäftsführer Martin Aye eine gute Nachricht verkünden konnte.

"Ich wollte bei dieser Tour Menschen treffen, die etwas Besonderes machen", sagte Albig bei "carebyphone", das im Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk untergebracht ist. Neben den "Sportpiraten" und einer Mädchen-Fußballmannschaft aus Flensburg, gehörte auch das Team des neu eingerichteten Call-Centers in Husum dazu. Dort versucht die Aye Media Marketing Group als Eigentümer von "carebyphone integration", Menschen mit Behinderungen in die Arbeitswelt zu integrieren. "Integration ist überall machbar, aber dieses Unternehmen kann ein Vorbild sein", meinte Albig, dessen Landesregierung sich das Thema Integration auf die Fahne geschrieben hat.

Menschen mit Behinderungen sollen

25 Prozent der Belegschaft am fünften Standort des Unternehmens ausmachen. Zunächst hatte die Firma verkündet, 80 Arbeitsplätze in Husum schaffen zu wollen. Aber Geschäftsführer Aye konnte bekannt geben, dass aufgrund eines neuen Auftrags, der zwar noch nicht beschlossen, aber so gut wie sicher ist, noch 20 weitere Arbeitsplätze eingerichtet werden. Einen besseren Abschluss seiner Sommertour hätte er sich gar nicht vorstellen können, sagte Ministerpräsident Albig.

Interessant war für Albig aber auch der Besuch bei Georg C. Hansen im Husumer Industriegebiet. In dem traditionsreichen, 150 Jahre alten Unternehmen sind 27 der 200 Mitarbeiter Lehrlinge. "Das ist eine fabelhafte Quote", meinte Albig. "Wenn sie eine neue Rader Hochbrücke bauen wollen, sind sie bei uns genau richtig", sagte Geschäftsführer Jan Friedrich Dehn. Sein Unternehmen sei vor allem in der Stahlbranche sehr aktiv. "Wir benötigen aber eher Beton", erwiderte der Ministerpräsident lachend. "Wie wohl alle anderen Menschen" sei er nicht glücklich mit der zeitweiligen Sperrung der Brücke. "Hätten Sie aber die Bilder gesehen, die mir gezeigt wurden, hätten Sie wohl auch so entschieden."

Letzte Station seiner Reise war die Kreismusikschule im Schloss vor Husum: Dort stellte Schulleiter Henning Bock dem Landesvater die grenzübergreifenden Projekte "Starjam" und den Dänisch-Deutschen-Musikschultag vor. Musikalische Bildung liege ihm sehr am Herzen, betonte Albig.

"Ich habe zwar viele Baustellen gesehen. Aber das gibt mir Futter für die Zeit bis zur nächsten Sommertour", sagte Albig zum Abschluss - ohne Näheres verraten zu wollen. Er habe zwar nicht alles Geld der Welt, aber es könne sich im kommenden Jahr - vor allem an der Westküste - eine Menge positiv verändern.

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