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Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 03:47 Uhr

Lärmschutz im Visier der Planer

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Während der Gemeindevertretersitzung ging es um die Belästigungen für die Bürger im geplanten Baugebiet Soholm als auch der B5-Anwohner

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2015 | 10:59 Uhr

Die Gemeinde Enge-Sande beabsichtigt, im Ortsteil Soholm – südlich der Dorfstraße (Landesstraße 4), westlich der Straße „Gath“ und östlich des „Fennenweges“ – Wohnbauflächen einzurichten. Sie hatte sich daher um den Erlass einer Innenbereichssatzung („Einbeziehungssatzung Soholm“) bemüht. Nach abgeschlossener Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und Träger öffentlicher Belange wurde der korrigierte Antrag auf Genehmigung der 14. Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen.


Bestandschutz berücksichtigen


Wie Planer Heiko Linke erläuterte, hatte nach Meinung des Innenministeriums die Lärmschutzkonzeption im Hinblick auf die von der Bundesstraße 5 ausgehenden Schallemissionen nicht ausgereicht. Auch war moniert worden, die Planung habe den Bestandsschutz des landwirtschaftlichen Betriebes südlich der B 5 nicht ausreichend berücksichtigt, da die dortige, vor elf Jahren eingestellte Rinderhaltung jederzeit wieder aufgenommen werden und Geruchsbelästigungen verursachen könne. Inzwischen aber sei von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein – unter Einbeziehung weiterer Nachbarbetriebe – eine Stellungnahme zum Immissionsschutz eingeholt worden und auch eine Verkehrslärmberechnung durch den TÜV Nord erfolgt.

Der geänderte Entwurf der 14. Änderung des F-Planes für das Gebiet westlich des Ortsteils Sande und östlich der Gemeindegrenze Stedesand, südlich und nördlich der B 5 muss erneut öffentlich ausgelegt werden. Letzteres gilt auch für den Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 13 (Mischgebiet an der Bundesstraße 5), der im Zusammenhang mit der Aufhebung des ursprünglichen Entwurfs des Flächennutzungsplanes entsprechend geändert wurde.


Hohes Verkehrsaufkommen


Im Zuge der im Interesse des Immissionsschutzes erfolgten Umsetzung der „Umgebungsrichtlinie“ der EU hatte das Amt Südtondern auch für die Gemeinde Enge-Sande ein Lärmschutzgutachten in Auftrag gegeben, da diese auf der Bundesstraße 5 ein tägliches Verkehrsaufkommen von 10  184 Fahrzeugen aufweist. Laut Gutachten sind nur rund 30 Personen (etwa drei Prozent der Einwohner) von der Lärmbelästigung betroffen. Als mögliche Maßnahmen zur Linderung des Lärms wurden zum einen die Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, zum andern die Verwendung von „Flüsterasphalt“ ins Auge gefasst. Die Gemeindevertretung billigte den Entwurf des „Lärmaktionsplanes“, der nunmehr für die Dauer eines Monats öffentlich ausgelegt werden soll.

In der Einwohnerfragestunde monierte ein Bürger, es seien doch keine Haushaltsmittel für die Installation einer Straßenbeleuchtung bereitgestellt worden und fragte nach, ob die Sicherheit der Bürger nicht zähle. Bürgermeister Carsten Peter Thomsen antworte, es mache keinen Sinn, Straßenlaternen aufzustellen, wenn der laut Auskunft der Straßenverwaltung vorgeschriebene Abstand zum Straßenrand 4,50 oder sogar 7,50 Meter eingehalten werden muss.

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