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Neue Genossenschaft : Ladelunds Fernwärmenetz im Aufbau

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Genossenschaft ist nun im Handelsregister eingetragen

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2014 | 05:00 Uhr

Nach der Gründungsphase der „Energie-Versorgung Ladelund eG (EVL)“, die knapp acht Monate in Anspruch nahm, wurde die Genossenschaft nunmehr am 22. August beim Amtsgericht Flensburg ins Handelsregister eingetragen. Sie erlangte dadurch eine gültige Rechtsform, die es ihr ermöglicht, ab sofort Verträge abzuschließen und dadurch für mehr Planungssicherheit zu sorgen.

Das von der EVL geplante Projekt beinhaltet den Aufbau und Betrieb eines Fernwärmenetzes, für das als Beteiligung bereits über 70 Genossenschaftsanteile von Ladelunder Bürgern erworben wurden. Ziel des Vorhabens ist, mit der Abwärme eines am westlichen Ortsrand bereits bestehenden Blockheizkraftwerks (BHKW) ein Fernwärmenetz zu betreiben, das nach aktuellem Planungsstand eine Länge von mehreren Kilometern aufweisen und – vor allem während der Bauphase – problemlos zu erweitern sein wird.

„Unsere Genossenschaft ist noch immer offen für weitere Mitglieder“, so verlautet es von Seiten des Vorstandes (Robert Hansen, Artur Andresen und Karl-Matthies Jacobsen). Der Aufsichtsrat, bestehend aus Dag Hansen, Erk Paulsen, Doris Hansen, Helge Cramer und Wilfried Dix, sieht dies genauso. Ein Genossenschaftsanteil kostet 1000 Euro, von dem 100 Euro sofort zu entrichten sind. Der Aufbau des Netzes werde als flexible Maßnahme gestaltet, so sagen die Verantwortlichen. Man müsse jedoch im Auge behalten, dass ein späterer Anschluss an ein Netz, das sich bereits im Heizbetrieb befindet, im Vergleich zu dem, der während der Bauphase erfolgt, voraussichtlich ein Vielfaches kosten werde. Die Genossenschaft wird für die Realisierung des Netzes öffentliche Zuschüsse und zinsgünstige Kredite erhalten. Das parallel geplante Heizhaus zur Abfederung von Spitzenlasten, die großen Pufferspeicher sowie das Fernwärmenetz werden mittelfristig als „demokratisches Beteiligungsmodell der Genossenschaft gehören“.

„Die hohe Zahl der bereits zur Genossenschaft zählenden Bürgerinnen und Bürger zeigt, dass sie von der ökonomischen und ökologischen Sinnhaftigkeit unseres Projekts überzeugt sind“, sagte Artur Andresen, der insbesondere auch auf den Vorteil für den Klimaschutz hinwies: „Wir werden die Abwärme, die bislang noch ungenutzt in die Atmosphäre geblasen wird, sinnvoll verwerten.“

Während der ersten gemeinsamen Sitzung des Vorstandes und Aufsichtsrates nach Erhalt der rechtsverbindlichen Handlungsfähigkeit im Feuerwehrhaus wurde beschlossen, die Firma Gottburg (Leck) als Generalunternehmer zu bestimmen.

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