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Initiative : Ladelunder Bürgerbus wird gut angenommen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Das Konzept geht auf: Viermal so viele Fahrgäste wie erwartet nutzen das Angebot, Tendenz steigend.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2014 | 09:00 Uhr

Der Spezialbus des Ladelunder „Bürger-Bus-Vereins“, konstruiert auch für den Transport Behinderter und deren Rollstühle, nahm nach mühevoller, rund zweijähriger Vorbereitung am 14. Juli 2014, dem ersten Tag der diesjährigen Schulsommerferien, seinen Linienverkehr auf. Er bedient mit seinen ehrenamtlich tätigen Fahrern die Linie 1012a der Firma Autokraft auf drei unterschiedlichen Routen. Diese steuern allwöchentlich von Montag bis einschließlich Freitag zahlreiche Haltestellen in den Dörfern Ladelund, Bramstedtlund, Boverstedt, Westre, Karlum, Achtrup und Leck an. Der genaue Fahrplan hängt an den Bürgerbus-Haltestellen aus und kann auch auf der Homepage des Vereins eingesehen werden. „Da sich alles Neue erst einmal herumsprechen und einspielen muss, waren wir vom Vorstand darauf gefasst, täglich möglicherweise zunächst nur durchschnittlich etwa acht Passagiere befördern zu können. Diese Einschätzung beruhte auf Erfahrungen, von denen uns andere Bürgerbus-Betreiber, zum Beispiel aus Niedersachsen, berichteten, die wir nach der Anzahl ihrer Fahrgäste in den ersten Wochen nach dem Start ihres Personenverkehrs befragt hatten“, so äußerte sich Heike Prechel, Initiatorin und amtierende Vorsitzende des Vereins. Um so mehr habe man sich darüber gefreut, bereits am vierten Betriebstag schon den 100. Fahrgast begrüßen und mit einem kleinen Präsent bedenken zu können (wir berichteten). Am 13. August – also genau einen Monat nach der Aufnahme des Linienverkehrs – belief sich die Zahl der Passagiere, die im Verlaufe der 23 Betriebstage den Bürgerbus in Anspruch genommen hatten, bereits auf 682. Somit lag die tägliche Auslastung des Fahrzeugs – sehr zur Freude des Vorstandes – schon bei 30 (29,6) Personen, also fast viermal so hoch wie erwartet. Tendenz: steigend.

„Von diesem Zwischenergebnis bin ich geradezu überwältigt,“ freute sich Heike Prechel. „Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Auslastung des Busses nach den Ferien entwickeln wird.“ Wenn sie so bleibt wie in den ersten Wochen, werden bis Ende August die ersten 1000 Passagiere den Bürgerbus genutzt haben. Die Zahl der ehrenamtlich tätigen Fahrer wird in den kommenden Monaten von bislang 14 auf mindestens 19 Personen ansteigen, da zur Zeit fünf weitere Kandidaten dabei sind, ihre Personenbeförderungslizenz zu erwerben.

Als besonders wichtige Aufgabe empfindet es Heike Prechel, die Fahrtenprotokolle schon bald sorgfältig auszuwerten, um herauszufinden, welche Haltepunkte besonders intensiv wahrgenommen und welche so gut wie ignoriert werden, um künftige Fahrpläne diesen Erkenntnissen entsprechend anpassen zu können. „Warten wir’s mal ab“, so sagte sie, „aber ich sehe der Zukunft unseres Vereins gelassen entgegen.“

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