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Nordfriesland Tageblatt

18. Dezember 2017 | 12:25 Uhr

Ladelunder Blauröcke ziehen Bilanz

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Freiwillige Feuerwehr feierte Stiftungsfest / Bürgermeister lobt selbstlosen Einsatz der Wehr / Zahlreiche Ehrungen und Beförderungen

von
erstellt am 11.Jan.2016 | 10:58 Uhr

Die aktuell 66 Aktive und zwölf Ehrenmitglieder umfassende Freiwillige Feuerwehr Ladelund feierte im örtlichen Kirchspielkrug ihr traditionelles Stiftungsfest, zu dem Ortswehrführer Dirk Johannsen 180 Teilnehmer willkommen hieß. Wie seit vielen Jahren üblich, trug er zunächst einen kurz gefassten Tätigkeitsbericht vor, in welchem er zahlreiche im Jahre 2015 durchgeführte Veranstaltungen, Lehrgänge und Übungen sowie 61 ernste Einsätze in Erinnerung rief.

Zu letzteren zählten Hilfeleistungen bei zwei Verkehrsunfällen, je ein Löscheinsatz in Karlum und Ladelund, sieben technische Hilfeleistungen und drei Einsätze mit dem Gefahrgutzug. Die Rettungshundestaffel war in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern 47-mal zur Suche nach vermissten Personen angefordert worden: 25-mal mit Erfolg. Der geplante Bau eines neuen Gerätehauses habe sich aufgrund vieler Rückfragen und Diskussionen mit der Kommunalaufsicht erheblich verzögert, sei inzwischen jedoch beschlossene Sache, verkündete der Wehrführer. In diesem Zusammenhang dankte Dirk Johannsen dem amtierenden Bürgermeister Rüdiger Brümmer für dessen persönlichen Einsatz.

Eine gemeinsame Kaffeetafel leitete über zu einer Reihe von Beförderungen und hochkarätiger Ehrungen. Der Truppführer Torben Ott wurde zum Oberfeuerwehrmann, der Kassenwart Mathias Delfs zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Für 25-jährigen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr, ausgeübt auf verschiedenen verantwortungsvollen Posten, wurde Manfred Christiansen mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber am Bande ausgezeichnet. Für 40-jährigen Feuerwehrdienst, davon drei Jahre in der Jugendfeuerwehr Achtrup und 37 Jahre in der Freiwilligen Feuerwehr Ladelund, erhielt Löschmeister Hinrich Ott das entsprechende „Dienstzeitabzeichen“. Mit der höchsten Auszeichnung wurde der amtierende Ehrenwehrführer, Hauptbrandmeister Ingwer Christophersen, bedacht. Gemeindewehrführer Christian Sommer überreichte ihm das Brandschutzehrenabzeichen in Gold am Bande samt der zugehörigen Urkunde.

Es folgte ein Grußwort des Ladelunder Bürgermeisters Rüdiger Brümmer, der zunächst allen Beförderten und Geehrten seine Glückwünsche aussprach und sodann „seiner“ Wehr insgesamt für ihre geleisteten Dienste dankte. „In einer Zeit, in der viele Menschen nur ihren eigenen Vorteil sehen, finden wir bei den Frauen und Männern der Freiwilligen Feuerwehren noch immer fast vergessene Tugenden: Idealismus, Verantwortungsbewusstsein, Liebe zum Nächsten, Mut und stete Opferbereitschaft“, sagte er.

Eine mit vielen attraktiven Gewinnpreisen ausgestattete Tombola wurde unter der Leitung von Oke Ertzinger zügig abgewickelt. Dadurch wurde im ersten der beiden Säle Platz zum Tanzen geschaffen. Für flotte Musik sorgte die Live Band Intakt, der es gelang, die Festgesellschaft in kürzester Zeit auf Schwung zu bringen. Gegen Mitternacht erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt, da der Festausschuss sich eine turbulente Darbietung hatte einfallen lassen. Ein temperamentvolles Sextett aus abenteuerlich gekleideten, überwiegend männlichen „Tänzerinnen“ präsentierte eine sportliche Show, bei der das Publikum aus dem Staunen und Lachen überhaupt nicht herauskam. Dazu trugen auch die anfeuernden Übungen eines in Frauenkleidung agierenden Solisten maßgeblich bei. Am Ende präsentierte die Gruppe in gekonnter Manier eine Menschenpyramide. Dass die Zuschauer noch eine Zugabe verlangten und erhielten, verstand sich fast von selbst. Danach nahm das Fest bis zum frühen Morgen seinen gewohnten Verlauf.

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