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Nordfriesland Tageblatt

16. Dezember 2017 | 18:00 Uhr

Ladelund passt Kita-Gebühren an

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeindevertreter berieten zusätzlich über den Haushaltsplan für 2016 / Hebesätze für Real- und Gewerbesteuern bleiben unverändert

Zum Auftakt der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung im Kirchspielkrug berichtete Hilke Lehmann als Mitarbeiterin der Arbeiterwohlfahrt Niebüll über die Situation der Flüchtlingshilfe im Amt Südtondern. Wie sie ausführte, werden diesem zur Zeit wöchentlich durchschnittlich rund 20 neue Flüchtlinge zugewiesen. Am Ende des Jahres 2015 werden es etwa 400 Personen sein. Die Beschaffung geeigneter Wohnunterkünfte gestalte sich immer schwieriger. Auch zeigte die Berichterstatterin den Ablauf einer Zuweisung vom Eintreffen bis zur Unterbringung in der Wohnung auf. Es werde versucht, für jede Flüchtlingsfamilie einen Paten als Ansprechpartner ausfindig zu machen.

Wie Lutz Martensen als Vorsitzender des Kindertagesstättenausschusses mitteilte, habe eine Überprüfung der Gebühren ergeben, dass der Elternanteil der Beiträge nicht mehr dem geforderten Drittel der Kosten entspreche. Daraufhin beschloss die Gemeindevertretung die 1. Nachtragssatzung, laut derer die Monatsgebühren zum 1. Januar neu festgesetzt wurden: Für ein Kind unter drei Jahren, das vormittags betreut wird, fallen 195 Euro an, während die ganztägige Betreuung bis 16 Uhr 275 Euro, bis 17 Uhr 295 Euro kosten wird. Für Kinder, die über drei Jahre alt sind, lauten die entsprechenden Nutzungsgebührensätze 135 Euro (vormittägliche Betreuung), 190 Euro (bis 16 Uhr) und 200 Euro (bis 17 Uhr).

Der Haushaltsplan 2016 und die zugehörige Satzung waren dann vom Finanzausschuss detailliert vorgestellt worden. In der Ergebnisrechnung beläuft sich der Gesamtbetrag der Erträge auf 1  858  400 Euro, während Aufwendungen in Höhe von insgesamt 2  097000 Euro veranschlagt wurden. Daraus errechnet sich ein geplanter Jahresfehlbetrag von 238  600 Euro. Im Finanzplan stehen Einzahlungen von 1  772  800 Euro aus laufender Verwaltungstätigkeit Auszahlungen von 1  896  100 Euro einander gegenüber. Im Bereich der Investitions- und Finanzierungstätigkeit wird mit Einzahlungen in Höhe von 34  000 Euro und Auszahlungen von 79  800 Euro gerechnet. Somit rechnet man mit einem Ist-Unterschuss im Gesamtbetrag von 169  100 Euro.

Für – nur ganz geringe – Investitionen wurde ein Betrag von 11  000 Euro in den Haushalt eingestellt. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen. Die größten Abweichungen der Haushaltsansätze gegenüber denen des Vorjahres sind zu finden bei der Umlage für den Schulverband Karrharde (plus 10  200 Euro), bei den Kosten für die Kindertagesstätte (minus 97  900Euro), dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (plus 21  500 Euro), bei der Gewerbesteuer (plus 12  500 Euro) und bei der Kreisumlage (plus 28  400 Euro). Die Hebesätze für die Realsteuern bleiben mit 370 Prozent für die Grundsteuer A, 390 Prozent für die Grundsteuer B und 380 Prozent für die Gewerbesteuer unverändert gültig. Die Gemeindevertretung segnete das Zahlenwerk ab.

Bürgermeister Rüdiger Brümmer gab eine Eilentscheidung bezüglich einer Erweiterung der Beleuchtung in der Schulstraße bekannt. Sie hatte 3485 Euro gekostet. Eine Rechnung für Baggerarbeiten steht aber noch aus. Die Maßnahme war erfolgt, weil die Straßenlaternen viel zu weit auseinander standen und an der Kindertagesstätte eine Laterne fehlte. Die Gemeindevertretung billigte die Entscheidung des Bürgermeisters bei einer Enthaltung. Die Entscheidung darüber, ob das Ladelunder Dorfmuseum an das Fernwärmenetz angeschlossen werden soll, oder ob stattdessen Infrarotheizkörper installiert werden sollen, wurde dem Bürgermeister und den Gemeindevertretern Jörg Friedrichsen sowie Jan Schröder übertragen.

An die vom Amt Südtondern vorbereitete Resolution für den Erhalt des Niebüller Krankenhauses will sich die Gemeindevertretung Ladelund anschließen. Diese Haltung soll auch durch Aufstellen von vier roten Aktionskreuzen verdeutlicht werden.  


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