Ladelund berät Haushalt

Die neue Zuschauertribüne auf dem Ladelunder Sportplatz. Das alte Bauwerk war vom Sturm zerstört worden.
Die neue Zuschauertribüne auf dem Ladelunder Sportplatz. Das alte Bauwerk war vom Sturm zerstört worden.

Gemeinde drückt ein Fehlbetrag von rund 260 000 Euro / Neue Tribüne am Sportplatz errichtet

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22. Dezember 2014, 08:45 Uhr

Anlässlich ihrer jüngsten Sitzung im örtlichen Kirchspielkrug verabschiedete die Gemeindevertretung Ladelund ihren Haushaltsplan für das Jahr 2015 mitsamt der zugehörigen Satzung. Da Ladelund weiterhin eine Fehlbedarfsgemeinde bleibt, war sie gehalten, ihre Hebesätze für die Realsteuern den Sätzen anzupassen, die das Land für derartige Gemeinden vorgeschriebenen hat. Deshalb wurden die Sätze für die Grundsteuern A und B um jeweils zehn Prozentpunkte angehoben. Sie lauten nunmehr 370 beziehungsweise 390 Prozent, während der Hebesatz für die Gewerbesteuer auf dem Level von 380 Prozent unverändert blieb. Trotz der genannten Erhöhungen wird im Ergebnisplan bei Gesamterträgen in Höhe von 1  770  900 Euro und Aufwendungen von rund 2 Millionen Euro ein Fehlbetrag von 259  700 Euro ausgewiesen. Die einzelnen – vom Finanzausschuss zuvor geprüften – Haushaltsansätze wurden gegenüber denen des Vorjahres nur minimal oder überhaupt nicht abgewandelt.

Mehrausgaben plante die Gemeindevertretung bei den Schulverbandsumlagen, auf dem Sektor der Schulkostenbeiträge und im Bereich der eigenen Kindertagesstätte ein. Mehreinnahmen werden auf dem Gebiet der allgemeinen Finanzwirtschaft durch die Erhöhung der Realsteuerhebesätze und auch bei den allgemeinen Schlüsselzuweisungen erwartet. Weil aber der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer sinkt, die Sonderschlüsselzuweisungen aufgrund des neuen Finanzausgleichsgesetzes entfallen und die Umlagen des Amtes und Kreises erhöht wurden, verringern sich unter dem Strich die Einnahmen in diesem Bereich um insgesamt 34  700 Euro. Im Finanzplan stehen Einzahlungen in Höhe von 1  688  300 Euro aus laufender Verwaltungstätigkeit und 31  500 Euro aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit Auszahlungen von 1  828  500 Euro aus laufender Verwaltungstätigkeit und 73  200 Euro aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit einander gegenüber. Für kleinere Investitionen wurden 11  500 Euro bereitgestellt, ohne einen Kredit einzuplanen. Stattdessen sollen die Kosten durch den Verkauf eines Baugrundstücks abgedeckt werden. Es errechnet sich im Finanzplan ein Ist-Unterschuss in Höhe von 181  900 Euro. Der Gesamtunterschuss (Betrag der „negativen liquiden Mittel“) erhöht sich dadurch auf 414  926 Euro. Bürgermeister Rüdiger Brümmer erinnerte daran, dass der Finanzausschuss empfohlen hatte, die Hundesteuer nicht auf den für Bedarfsgemeinden vom Land vorgeschriebenen Betrag anzuheben. Der Verzicht auf volle Ausschöpfung des Steuerbetrages wird zu einem entsprechenden Abzug auf Seiten der Fehlbedarfszuweisung führen. Die Gemeindevertretung segnete am Ende das dargestellte Zahlenwerk einstimmig ab.

Da Melanie Ridder wegen eines längeren Aufenthaltes in Amerika ihren Rücktritt als bürgerliches Mitglied des Ausschusses für Naturbad, Jugend, Sport und Kultur schriftlich eingereicht hatte, regte die vorschlagsberechtigte SPD-Fraktion an, Gerd Behme als Nachfolger zu benennen. Die Versammelten stimmten diesem Vorschlag einstimmig zu. Bürgermeister Brümmer berichtete, die Gemeinde Bramstedtlund habe beschlossen, sich an den Kosten der neuen Alarmanlage für das Ladelunder Dorfmuseum nicht zu beteiligen. Die Gemeinde Westre habe für die genannte Anschaffung einen Zuschuss in Höhe von 200 Euro zugesagt. Die Gemeinde Ladelund sei um einen Zuschuss zum Bewegungsbad des Niebüller Krankenhauses gebeten worden. Als Bedarfsgemeinde könne sie diesem Wunsche jedoch leider nicht nachkommen. Gemeindevertreter Jörg Helmer dankte als 1. Vorsitzender des TSV Ladelund für gute Zusammenarbeit beim Bau der Zuschauertribüne am Sportplatz, die als Ersatz für die durch einen Sturm zerstörte Vorgängerin errichtet wurde und nunmehr auch versichert worden sei.

Hans-Heinrich Petersen gab bekannt, die SPD-Fraktion habe dem Freundeskreis des örtlichen Kindergartens und der Grundschule sowie dem „Club der Älteren“ der Kirchengemeinde Ladelund je 150 Euro zur Verfügung gestellt. Anschließend gratulierte er Heike Prechel zur Auszeichnung als „Mensch des Jahres“ und überreicht ihr einen Blumenstrauß.

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