Schönere Spielplätze für Niebüll : Labyrinth und Riesenrutsche

Spielplatzfest: Die Kinder tobten sich am Fallschirm-Tuch aus.  Foto: Ulrich Jeß
Spielplatzfest: Die Kinder tobten sich am Fallschirm-Tuch aus. Foto: Ulrich Jeß

Wie sollen die Spielplätze in der Mühlenstraße und an der Wehle einmal aussehen? Bei einem Fest brachten Kinder ihre Ideen aufs Papier.

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08. Oktober 2008, 07:02 Uhr

Niebüll | Anja Rosengren und Andreas Schönefeld vom Niebüller "Bündnis 90 Die Grünen" und Nils Arndt (SPD) hatten die interessierte Öffentlichkeit zu einem "Spielplatzfest" eingeladen.

Ihr Ziel: Anregungen zu geben und entgegen zu nehmen, wie man den Spielplatz an der Mühlenstraße und die Wehle so gestalten könnte, dass sie zu attraktiven Treffpunkten für Kinder, Jugendliche, Eltern und andere Einwohner werden könnten. Zur Freude der Initiatoren fand die Einladung eine lebhafte Resonanz. "Wir streben eine Wehle und einen Spielplatz an, der von Kindern und Erwachsenen gerne besucht wird", so Andreas Schönefeld, der mit seiner Unzufriedenheit über die Ausstattung des Platzes nicht hinter dem Berg hielt. "Eine einzige Bank als Sitzgelegenheit, eine Sandkiste ohne Umrandung, auf der sich Eltern neben ihren Kindern niederlassen könnten - das sind Beispiele für Mängel, die man mit geringem Kostenaufwand schnell beheben könnte."
Vorbild Jugendherberge
Wertvolle Vorarbeit zu Verbesserungsvorschlägen, deren Umsetzung den Spielplatz deutlich aufwerten würden, hatte die Fachschule für Sozialpädagogik Niebüll der Beruflichen Schulen des Kreises Nordfriesland geleistet, indem sie die Ergebnisse ihrer Studie "Niebüller Spielplätze" zur Verfügung gestellt hatte. Vorgeschlagen wurden unter anderem durch Sträucher geschützte Sitzecken und Spielbereiche, das Aufstellen von Natur- und Holz-Spielgeräten, Schaukeln aus Seilen, wie der von Rita Schroeder geleitete Waldkindergarten Leck sie verwendet, und die Schaffung eines großen Sand-Spielplatzes. Ein kleiner Busch- und Baumbestand könnte den Kindern als Möglichkeit zum Verstecken dienen. Zwei Picknickplätze mit Tischen und Bänken nach dem Vorbild der Jugendherberge seien wünschenswert, genau wie eine Feuerstelle mit festem Rost für Töpfe, Pfannen und Grillgerät. Letztere könnte von jedermann in eigener Regie genutzt werden.

Der Bolzplatz sollte ausgebessert, das Fußball spielen der Kinder von Vätern ehrenamtlich betreut werden. Auch die Aufstellung einer Allwetter-Schutzhütte wurde angeregt. "Je mehr der Vorschläge verwirklicht werden, desto stärker wird der Spielplatz auch für die umliegenden Einrichtungen - Kindergärten, Schulen, das Haus der Jugend - aufgewertet", so Schönefeld. Er selbst hatte eine Serie großformatiger Farbfotos ausgelegt, die Spielgeräte aus Naturmaterialien - zum Beispiel aufgeschnittene Baumstämme und Holzscheiben - zeigten. Diese hatte Schönefeld in Skandinavien entdeckt.
"Ich wünsche mir ... "
Kinder, die sich mit den ständig vorhandenen Spielgeräten oder denen befassten, die eigens für diesen Nachmittag herbeigeschafft worden waren (Seilschaukeln, ein buntes Fallschirmtuch und andere), durften zwischendurch eigene Wünsche für die Verbesserung des Platzes aufschreiben oder malen und die dafür verwendeten Blätter an einer langen Wäscheleine befestigen. Wer der kleinen Nergis über die Schulter schaute, konnte lesen: "Ich wünsche mir, dass ein großes Trampolin auf dem Spielplatz aufgebaut wird und auch eine Riesenrutsche und viele Hängematten." Andere Kinder wünschten sich ein neues Klettergerüst, ein Zelt, ein Labyrinth und eine neue Sandkiste.

Viele der Anregungen ließen sich auch auf die Wehle übertragen, die nach den Vorstellungen des Teams um Andreas Schönefeld ein "Badesee für alle" werden soll. "Wir wollen heute nur die Initialzündung geben und würden uns freuen, wenn Eltern und Anwohner des Spielplatzes Mühlenstraße und der Wehle es dann in die Hand nehmen, sich darum zu kümmern, dass möglichst viele der heute zusammengetragenen Vorschläge auch umgesetzt werden."
Helfer gesucht
Die Initiatoren des Spielplatzfestes, Anja Rosengren
(Tel. 0163/3955013) und Andreas Schönefeld (Tel. 04661/941 569) suchen Anwohner, die sich gerne für die Verbesserung des Spielplatzes einsetzen oder eine regelmäßige Fußballspiel-Betreuung für ein bis zwei Stunden am Nachmittag auf dem dortigen Bolzplatz anbieten können.

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