zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

19. August 2017 | 11:58 Uhr

Kulturzentrum mit Charme

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Friesenvereinsvorsitzender Hauke Christiansen zog Bilanz über seinen Verein und die Auslastung des „Andersen-Hüs“

Einmal mehr stand das Andersen-Haus im Fokus der Jahresversammlung des „Frasche Feriin for e Ååstermååre“, wie der Ostermooringer Friesenverein in der Muttersprache der heimischen Friesen heißt. Alljährlich putzen an die 8000 Gäste die Türklinken, um an einer der vielen Veranstaltungen teilzunehmen oder aber nur, um einen Blick in das Risum-Lindholmer Kulturzentrum zu tun.

Vereinsvorsitzender Hauke Christiansen berichtete über das vergangene Jahr, das es traditionell in sich hatte. Sein Alltag war bestimmt von den regelmäßigen Vereinsaktivitäten: an jedem zweiten Mittwoch das Knüfeln, wie sich das friesische Kartenspiel nennt, den Proben der Theatergruppen „Frasch Klüüs“ und „De Plattdütschen“ und dem Frasch Scheew, dem immer gut besuchten „Tisch“, um den sich bis zu 25 Personen durch Sönke Namanny querbeet durch eine Vielfalt von Themen führen lassen – und auch Friesisch lernen können.

„Es ist immer Leben im Haus“, berichtete Friedrichsen. Im vergangenen Jahr ließen sich 18 Paare trauen – nach Wunsch auch auf Friesisch oder Platt. Maren Petersen, Margrit Hansen und Frauke Thiesen bereiten das Drumherum für die Trauungen vor. Der HGV Risum-Lindholm hält seine Zusammenkünfte im Haus ab, desgleichen die Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa), seit Jahren treuer Sponsor des Hauses. Prof. Thomas Steensen klopft an und bringt Flensburger Studenten mit – wie auch Wendy Vanselow, Nachfolgerin von Dr. Alastair Walker, dem „schottischen Friesen“ von der Kieler Uni.

Wer möchte, kann im „Andersen-Hüs“ auch Feste oder andere besondere Anlässe buchen. 2014 waren es deren 29. „Sie helfen uns, die (Betriebs-)Kosten tragen zu können“, sagt Hauke Friedrichsen, der zu den Freunden des Hauses auch die Jäger zählt.

Die Veranstaltungen im Hause koordiniert Volkert Petersen. 2014 fanden zwölf Musikabende und 26 Theateraufführungen statt. Hinzu kamen Frühjahrs- und Herbstmarkt und alle zwei Jahre der Backtag sowie die jährlichen vier Kunstausstellungen. Der Verein stellt sich dem Lindholmer Kindergarten zur Seite – und erfreut sich außerdem der Unterstützung durch die Gemeinde und örtliche Betriebe.

Wer über den „Frasche Feriin for e Ååstermååre“ informiert sein will, kann die von Knut Knudtsen betreute Homepage anklicken. Der Verein lebt weitestgehend von ehrenamtlichem Engagement. Vereinsvize Gerhard Johannsen besorgt die Büroarbeiten. Bezirksleute halten den Kontakt zu den Mitgliedern. Hans Adolf Oldsen, der 120 Mitglieder statt der sonst üblichen 40 betreute, wurde mit Dank und Anerkennung verabschiedet und soll jetzt durch drei Bezirksleute ersetzt werden, von denen zwei bereits gefunden sind. Seine „Leute“, das waren Vereinsmitglieder in Niebüll, Leck und „trinambai“.

Hauke Friedrichsen, der wie Susann Freitag (Kasse) und Maren Petersen (Protokoll) wiedergewählt wurde, machte auf die Möglichkeit aufmerksam, sich für eine Spende von 250 Euro auf einer Keramikplatte „vierzeilig“ verewigen zu können. Es handelt sich um eine Form des Sponsorings, das auch dazu beiträgt, den Unterhalt für das Haus in den Griff zu bekommen , „eine Daueraufgabe, die wir nicht aufschieben, sondern immer erledigen“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen