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Nordfriesland Tageblatt

17. Dezember 2017 | 00:13 Uhr

Kulturpflege auf Friesisch

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 15.Apr.2016 | 11:35 Uhr

Die gut gelaunten Damen und Herren kamen aus Niebüll, Bredstedt, Stollberg, Risum-Lindholm oder aus Maasbüll. Alle sprechen das Mooringer Friesisch. Friisk Foriing-Geschäftführer Manfred Nissen, er stammt aus Stedesand, hatte diesmal ins Galerie-Café in Risum geladen. Luise Clasen (Moorhäuser) ist die Ansprechpartnerin für den Treff. „Ich leite die Gruppe erst seit 35 Jahren“, scherzte sie. Klönschnack und gemeinsame Aktionen sind damals wie heute beliebt. Gesungen wurde auch: „Di spanker“ ist ein Lied über einen Wanderer, der durch Deutschland zieht. Dann hielt es Anneliese Kühne (91) für angemessen, einen auszugeben, schließlich ist die gebürtige Klockrieserin 70 Jahre im Verein.

Luise Clasen erzählte frei auf „Frasch“ aus den Jugenderinnerungen eines Friesen, Max Lorenzen (1914 geboren), der auf „Grönland“ aufwuchs. Dramatische Ereignisse, denn nachts konnte man sich dorthin per Boot verirren. So geschah es den Eltern, doch die Kinder sorgten per selbst gebautem Nebelhorn für die Rettung. Die beiden Bücher verdeutlichen einfühlsam und prägnant die Kinderjahre auf dem Land. Beifall für die Vortragende, ehe eine weitere Klönrunde anstand.

Danach war Spiel und Spaß angesagt. Die Herren spielten Doppelkopf; die Damen schätzten Rommé; auch das berühmte Eselspiel lag bereit. Nach gut zwei Stunden war der friesische Nachmittag vorbei; man verabschiedete sich natürlich auf Frasch: Adjis!




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