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Nordfriesland Tageblatt

12. Dezember 2017 | 23:31 Uhr

Küsterhaus soll Feriendomizil werden

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Nach 15 Jahren Leerstand soll das Küsterhaus jetzt saniert werden / Eigentümer planen die Einrichtung von zwei Ferienwohnungen

von
erstellt am 13.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Ein Blick durch die noch immer gardinenbehangenen Fenster des historischen Küsterhauses offenbart heilloses Chaos: Neben Stühlen, Bauschutt und Rest-Mobiliar stapeln sich hier alte Matrazen und lassen keinen Zweifel daran, dass hier schon lange niemand mehr lebt. Bereits seit rund 15 Jahren steht das Gebäude im Herzen von Niebüll leer.

Dies soll sich nach dem Willen der Besitzer jetzt ändern. Die Eigentümerfamilie bestätigte gestern auf Anfrage, dass es Umbaupläne gebe, die sich derzeit noch in der weiteren Abstimmung mit den beteiligten Behörden befänden. Das Küsterhaus soll demnach in Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt in Husum restauriert werden; ein bis zwei Ferienwohnungen könnten zur Nutzung des Gebäudes integriert werden. Auch die Stadt sei bei diesem Neuanfang eingebunden, teilte Niebülls Bürgermeister Wilfried Bockholt auf der jüngsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses mit. „Wir sind darüber unterrichtet worden, dass sich ein örtliches Unternehmen dem Umbau annehmen will“, so Bockholt. Wann genau die Arbeiten begonnen werden, sei dagegen noch offen. Nach Auskunft der Eigentümer soll das Gebäude in den kommenden Tagen jetzt zunächst sturm- und vandalismussicher gemacht werden. Schon gestern waren die Fenster auf der Rückseite des Hauses mit Spanplatten vernagelt.

In den vergangenen Jahren hatte das Küsterhaus unter Vandalismus gelitten: Schmierereien und zerschlagene Fensterscheiben hatten das historische Friesenhaus unansehnlich werden lassen. Die berühmte Postkartenansicht war seither keine Visitenkarte mehr für die Stadt.

Dass nach vielen Debatten in der Öffentlichkeit und in der Stadtvertretung nun offenbar Bewegung in die Angelegenheit kommt, löst bei vielen Niebüllern Erleichterung aus: „Am Beispiel Küsterhaus hat sich gezeigt, dass in der Bevölkerung ein bedeutendes Interesse besteht, hier aktiv an einer positiven Entwicklung teilzuhaben“, erklärt Peter von Hoyningen-Huene, der sich immer wieder in Sachen Küsterhaus engagierte. Auch Beate Jandt, Vorsitzende des Niebüller Geschichtsvereins, hat sich jahrelang intensiv für den Erhalt des Gebäudes eingesetzt und zeigte sich über die aktuelle Entwicklung hochzufrieden: „Es ist ein Gewinn für Niebüll, wenn das Küsterhaus nun restauriert wird.“ Georg Böhm von der IG Baupflege freut sich ebenfalls, dass sich in der „unendlichen Geschichte“ etwas tut. Gleichwohl will er erst einmal abwarten, bis Fakten geschaffen werden.




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