Feuer in Niebüll : Kühler Kopf bei Küchenbrand

65 Brandschützer von drei Feuerwehren waren im Einsatz, um den Brand zu löschen.
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65 Brandschützer von drei Feuerwehren waren im Einsatz, um den Brand zu löschen.

13-Jähriger wird auf Feuer in Klanxbüller Straße aufmerksam und ruft die Feuerwehr. Die Bewohnerin bleibt unverletzt.

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13. März 2018, 18:14 Uhr

Niebüll | Einen kühlen Kopf bewies der gerade erst 13-jährige Niebüller Tyge Carl am Montagabend, als er in der Klanxbüller Straße auf einen Brand in einer Doppelhaushälfte aufmerksam wurde und  sofort die Einsatzkräfte alarmierte. Die 91-jährige Bewohnerin hatte das Haus entgegen erster Informationen zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen und befand sich in Sicherheit. Sie blieb unverletzt.

Als der Schüler sich nach einem Treffen in Leck gegen 17 Uhr auf dem Nachhauseweg befand, fiel ihm auf, dass Rauch aus dem betroffenen Haus stieg. Er griff geistesgegenwärtig zu seinem Handy und wählte den Notruf. Die alarmierten Wehren Langstoft und Niebüll-Deezbüll sowie die zur Verstärkung gerufenen Lindholmer Brandschützer rückten mit insgesamt 65 Einsatzkräften an. „Wir haben schon von weitem die Rauchsäule gesehen und bei unserer Ankunft schlugen Flammen aus der Haustür“, erzählt Hansen.  Dennoch konnte der Brand, der in der Küche im hinteren Teil des Hauses ausgebrochen war, schnell unter Kontrolle gebracht werden. Anschließend wurden in den betroffenen Räumen Glutnester gelöscht und zudem die Zimmerdecken in dem nahezu ausgebrannten Untergeschoss entfernt, um weitere Glutherde aufzuspüren.

Auch das Dach des Hauses wurde von der Feuerwehr geöffnet. „Wir mussten prüfen, dass nichts mehr glüht“, sagt Hansen. Die andere Doppelhaushälfte blieb – auch dank Tyge Carl – von dem Feuer verschont. Die Klanxbüller Straße war wegen des Einsatzes für drei Stunden gesperrt. Zur Brandursache konnte die Polizei noch nichts sagen. Fest steht, dass es sich um einen hohen Gebäudeschaden handelt.

Bei dem nach all der Aufregung anfänglich etwas geschockten 13-Jährigen überwog gestern der Stolz, im Ernstfall richtig gehandelt und den Notruf gewählt  zu haben. „Das war eine tolle Reaktion. Alle Achtung für den jungen Mann“, lobt auch Langstorfs Wehrführer Uwe Hansen. Er verwies noch einmal darauf, welche Angaben gemacht werden müssen, wenn im Brandfall der Notruf gewählt wird. Neben der Frage nach dem Wo ist vor allem das Was wichtig. „Es ist gut, wenn man in der Leitstelle ein gewisses Bild erzeugen kann, damit der Umfang des Einsatzes abgeschätzt werden kann“, sagt Hansen. Zudem solle man versuchen, mögliche Verletzte und die Art der Verletzungen auszumachen – ohne sich dabei  selbst in Gefahr zu bringen.

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