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Bürgermeisterwahl in Leck : Kreative Persönlichkeit erwünscht

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Wer will ab April 2016 Lecks Bürgermeister werden? Amtsinhaber Rüdiger Skule Langbehn hat sich bereits zur Wiederwahl gestellt.

shz.de von
erstellt am 17.Aug.2015 | 05:00 Uhr

Am 24. Januar 2016 ist Bürgermeisterwahl in Leck. Bisher ist ein Kandidat offiziell bekannt: Amtsinhaber Rüdiger Skule Langbehn stellt sich zur Wiederwahl. Wer ebenfalls seinen Hut in den Wahlkampf-Ring werfen und ab dem 1. April 2016 hauptamtlicher Gemeindechef der 7531 Einwohner sein möchte, muss bis zum 7. Dezember seine Bewerbung eingereicht haben. Das Amt Südtondern hat bereits offiziell dazu aufgefordert, Wahlvorschläge einzureichen; auch die Gemeinde Leck hat eine Stellenausschreibung veröffentlicht.

Wer ist wählbar?


Ein Bürgermeisterkandidat muss am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sein und die deutsche oder eine Staatsbürgerschaft eines Mitgliedslandes der Europäischen Union besitzen. Zudem darf Bewerbern das Wahlrecht nicht aberkannt worden sein.

 

Gibt es weitere Voraussetzungen?

Laut Gemeindeordnung nicht. Allerdings werden in der Stellenanzeige der Gemeinde Leck einige Wünsche genannt. Gesucht wird „eine kreative, eigenverantwortlich handelnde Persönlichkeit, die engagiert und teamfähig in der Lage ist, die Entwicklung der Gemeinde zu fördern und die Amtsgeschäfte bürgernah, leistungsorientiert und wirtschaftlich auszuüben.“ Erfahrungen aus einer leitenden Funktion in einer kommunalen Verwaltung oder Führungserfahrung aus der freien Wirtschaft wären laut Stellenbeschreibung vorteilhaft, sind doch zum Beispiel die Ortsentwicklungsplanung und das Konversationsprojekt „Flugplatz Leck“ Themen, die die Bürgermeisterin/den Bürgermeister beschäftigen werden.

 

Welche Weiteren Aufgaben hat der Bürgermeister?


Unter anderem ist der erfolgreiche Bewerber Werkleiter des Eigenbetriebs Abwasserentsorgung Leck, zu dem auch Bauhof und Friedhof gehören, Mitglied des Aufsichtsrates Gemeindewerke Leck und Dienstvorgesetzter von mehr als 30 Mitarbeitern im Eigenbetrieb, Grundschule an der Linde, Haus der Jugend und Volkshochschule. Laut Stellenanzeige wird zudem vorausgesetzt, dass der/die Bürgermeister/in „vertrauensvoll und konstruktiv mit den gemeindlichen Gremien, der heimischen Wirtschaft, der stationierten Bundeswehreinheit sowie den vor Ort tätigen Vereinen und Verbänden zusammenarbeitet.“ Überörtlich gehören zu den Aufgaben Gespräche und Präsenz zum Beispiel im Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag, der Aktivregion Nordfriesland Nord sowie mit Kreisverwaltung und Ministerien des Landes.

 

Wie sind die Modalitäten der Anstellung?


Die Anstellung erfolgt als Beamtin/Beamter auf Zeit für die Dauer von sechs Jahren. Die Besoldung richtet sich nach der derzeit gültigen Kommunal-Besoldungsverordnung für Schleswig-Holstein (zur Zeit A 14). Daneben wird eine Aufwandsentschädigung gewährt. Bei anderer Gelegenheit, nämlich bei der Entscheidung, dass das Bürgermeisteramt in Leck auch zukünftig haupt- statt ehrenamtlich bleiben soll, wurden 144  000 Euro inklusive Versorgung als derzeitige jährliche Kosten für einen hauptamtlichen Gemeindechef angegeben.


Müssen die Kandidaten in Leck wohnen?


Nein – damit wird sichergestellt, dass auch qualifizierte auswärtige Bewerber eine Chance haben. Allerdings wird in der Stellenanzeige der Gemeinde „vorausgesetzt, dass die Bürgermeisterin/der Bürgermeister ihren/seinen Wohnsitz in Leck nimmt“.


Wer kann Wahlvorschläge einreichen?


Zum einen die in der Gemeindevertretung vertretenen Parteien, zum anderen unabhängige Einzelbewerber. Die Ortsverbände von CDU, SPD und SSW Ortsverein sowie die Unabhängige Wählergemeinschaft Leck (UWL) können einzeln oder auch gemeinsam einen Kandidaten vorschlagen. Der Wahlvorschlag unabhängiger Bewerber muss von mindestens 95 Wahlberechtigten aus der Gemeinde Leck persönlich und handschriftlich unterzeichnet sein. Dies gilt nicht, wenn der Amtsinhaber einen Wahlvorschlag für sich selbst einreicht, wie es bei Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn der Fall war.

 

Wie läuft die Bewerbung?


Wahlvorschläge sind bis zum 7. Dezember 2015, 18 Uhr, schriftlich beim Wahlleiter des Amtes Südtondern zu Händen von Lars Feddersen einzureichen, mit dem Hinweis „Wahlvorschlag Gemeinde Leck“. Es müssen verschiedene amtliche Formblätter verwendet werden, die erforderlichen Anlagen stehen beim Gemeindewahlleiter zur Verfügung. Damit alles seinen richtigen Gang geht, empfiehlt er Interessenten, unter Telefon 04661/6010 anzurufen oder während der Öffnungszeiten im Amt Südtondern vorbeizukommen. Außerdem rät er, Wahlvorschläge möglichst frühzeitig vor dem 7. Dezember einzureichen. So könnten eventuelle Mängel, die die Gültigkeit der Wahlvorschläge betreffen, rechtzeitig behoben werden.

 

Wann wird die Kandidatur bekannt?


Es steht jedem Anwärter frei, seine Bewerbung öffentlich zu machen, auch wenn noch nicht über die Zulässigkeit entschieden wurde. Die amtliche Prüfung und Bekanntgabe erfolgt erst nach dem 7. Dezember.

Wer wählt den Bürgermeister?


Die Bürger in Leck. Eine Stichwahl findet, soweit erforderlich, am 7. Februar 2016 statt. Falls zu dieser Wahl kein Bewerber zugelassen wird oder der/die einzige zugelassene Bewerber/in nicht die erforderliche Mehrheit von mehr als der Hälfte der gültigen Stimmen erhält, wird die Bürgermeisterin/ der Bürgermeister durch die Gemeindevertretung neu gewählt.

 













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