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Nordfriesland Tageblatt

23. August 2017 | 03:13 Uhr

Kreativ auf Noldes Spuren

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

In einem zweitägigen Workshop haben sich Schüler aus Neukirchen und Dänemark dem Maler gemeinsam multimedial genähert

Unter dem Motto „Schüler aus Deutschland und Dänemark treffen gemeinsam auf den Maler Emil Nolde“ stand ein gemeinsames Projekt der Emil-Nolde-Schule Neukirchen und der Nörreskov-Skolen aus dem dänischen Guderup bei Sonderburg. Den Austausch zwischen den beiden Schulen hatte die Lehrerin Susanne Muth-Ries von Global House aus Sonderburg in die Wege geleitet, als die 10. Klasse der Nörreskov-Skolen bereits im vergangenen Jahr in Neukirchen zu Gast war. Jetzt trafen sich wiederum 43 Schüler der 9. und 10. Klassen, die in ihren Heimatschulen am Deutsch- beziehungsweise Dänisch-Unterricht teilnehmen, zu einem kurzen Kennenlernen in der Außenstelle Wimmersbüll der Emil-Nolde-Schule, um dann gemeinsam zur Nolde-Stiftung nach Seebüll zu fahren.

Als Ziel galt es, sich in verschiedenen künstlerischen Disziplinen multimedial mit dem Maler Emil Nolde auseinander zu setzen. Dabei wurden sie neben ihren Lehrerinnen Kristina Franck (Wimmersbüll) und Anne-Merete Maron (Guderup) von der professionellen Filmemacherin und Regisseurin Martina Fluck von der „Yucca Filmproduktion“ aus Hamburg unterstützt.

Zunächst erklärte die Museumspädagogin Mechthild Gransow kurz den Menschen und Maler Emil Nolde und führte die jungen Gäste dann durch die Ausstellung mit den Originalwerken und den Besonderheiten der Bilderwelten. Dabei sollten die Schüler möglichst das Wesen einzelner Bilder durchdringen, um schließlich ihr Lieblingsbild auszuwählen. Nachdem alle durch die eigens von Mechthild Gransow aufgeschlossene Original-Eingangstür zu Noldes Werkstatt hinausgegangen waren, ging es in Gruppen aufgeteilt anschließend mit Smartphones, Tablets oder Kameras bewaffnet in den berühmten Nolde-Garten und die nähere typische Landschaft. Inspiriert von Noldes Landschaftsbildern sollten mit diesen modernen Medien nun eigene fotografische Werke entstehen. Anschließend konnten die Gruppen ihr künstlerisches Talent in der Malschule der Nolde-Stiftung beweisen. Unter der fachlichen Leitung von Mechthild Gransow wurden sie dort in die Geheimnisse der Aquarellfarben eingeführt, um diese dann mit dem Pinsel zu Papier zu bringen.

Nach der Rückkehr in die Wimmersbüller Schule wurde das in der Nolde-Stiftung Erlebte besprochen. Danach galt es, die eigenen Film- und Fotodokumente einzulesen, zu bearbeiten und zu gestalten. Übernachtet wurde auch in der Schule, um am nächsten Morgen eine eigene, multimediale Ausstellung in der Wimmersbüller Schule vorzubereiten. Filme zusammenfügen, um sie für eine Vorführung einzuspielen und Fotos bearbeiten für eine Diashow gehörten ebenso dazu wie die in der Malschule entstandenen Gemälde und Zeichnungen zu vollenden und aufzuhängen. Dazu galt es, ein Informationsblatt mit den biografischen Daten Emil Noldes zu erstellen.

Nach teilweise anfänglicher Skepsis waren die Nachwuchs-Kunstforscher doch recht angetan von dem zweitägigen Workshop, auch Dank ihrer eigenen Kreativität, die sie dabei einbringen konnten. Unterstützt wurde das Projekt im Rahmen der Kulturregion Sønderjylland-Schleswig aus dem Interreg-Programm der Europäischen Union.

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erstellt am 15.Mär.2016 | 12:51 Uhr

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