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Kranzniederlegung an den Gräbern der KZ-Opfer

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Am Nachmittag des als „Antikriegstag“ ausgerufenen 1. Septembers, der an den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erinnern soll und dem Gedenken an dessen Tote gewidmet ist, führten der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) zum 17. Male an den Gräbern der auf dem Ladelunder Friedhof beerdigten Opfer des Außenlagers Ladelund des KZ Neuengamme eine Kranzniederlegung durch.

Nachdem der Vorsitzende der VVN, Ludwig Hecker, und Michael Schmidt als 1. Bevollmächtigter der IG Metall die Gestecke der Gastgeber dort abgelegt hatten und Susanne Uhl, die DGB-Geschäftsführerin der Region Schleswig-Holstein Nord-West, Schnittblumen hinzugefügt hatte, stellte Michael Schmidt fest, das Gedenken an alle Menschen, die Opfer von Krieg und Gewalt geworden seien, sei aus zwei Gründen weiterhin unverzichtbar. Zum einen gelte noch immer die Forderung: „Nie wieder darf Krieg von deutschem Boden ausgehen.“ Zum anderen müsse man sich weiterhin für ein Verbot der NPD stark machen.

Ludwig Hecker erinnerte an den am 1. September 1939 ausgebrochene Zweiten Weltkrieg, dem 60 Millionen Menschen zum Opfer fielen und wertete dies als „größtes Verbrechen der Weltgeschichte“. Ausführlich ging er auf die schicksalhafte Verbindung zwischen Ladelund und der niederländischen Stadt Putten ein, wobei er nicht vergaß, die in ihrer Art einmalige Arbeit der „Versöhnung über den Gräbern“ und die daraus erwachsene Freundschaft zwischen vielen Einwohnern beider Gemeinden, gestützt auf den gemeinsamen christlichen Glauben, gebührend zu würdigen.

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