Harter Wettkampf : Kräftemessen zum 100. Geburtstag

Andrè Lorenzen aus Aventoft beim Schlauchzielwurf.  Fotos: christiansen (3)
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Andrè Lorenzen aus Aventoft beim Schlauchzielwurf. Fotos: christiansen (3)

Die Feuerwehren des ehemaligen Amtes Wiedingharde trafen sich anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Rodenäser Wehr zum Wettkampf

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10. Juni 2014, 05:30 Uhr

Zur guten Tradition unter den acht Feuerwehren des ehemaligen Amtes Wiedingharde gehört es, dass bei einem Jubiläum einer Wehr ein Pokalwettkampf der Gruppen untereinander ausgetragen wird. So war die Rodenäser Blauröcke zu ihrem 100. Bestehen dann auch Ausrichter dieses Events. Dazu hatte man sich einen etwa vier Kilometer langen Rundkurs durch die Gemeinde ausgedacht, den die acht Teams jeweils in Gruppenstärke zu neun Aktiven in einem lockeren Marsch absolvieren mussten. Unterwegs waren fünf Stationen anzulaufen, wo verschiedene teils kniffelige Aufgaben auf die Akteure warteten.

Es begann mit dem Schlauchzielwurf, wo die Kupplung des 15 Meter langen Schlauches möglichst die Mitte der Ziellinie treffen musste, um die höchste Punktzahl zu erhalten. Aber so manche Kupplung fand überhaupt nicht das Ziel und rollte zum Entsetzen des Werfers links oder rechts vorbei. Bei einer Katastrophenschutzübung galt es 20 Sandsäcke über eine Strecke in der schnellst möglichen Zeit von einer Palette auf die andere und wieder zurück zu schleppen. Aber die Zeit wurde erst gestoppt, wenn auch die anschließende Rechenaufgabe, Ergebnis war das Gründungsjahr der Rodenäser Wehr 1914, gelöst worden war. Auch beim unerlässlichen Schnellangriff ging es um die schnellste Zeit, bis alle drei Strahlrohre Wasser führten. Hier galt es außerdem noch einen Fragebogen richtig zu beantworten. Viel Spaß brachte allen die Wasserförderung mit zwei Suppenkellen über einen kleinen Hindernis-Parcours.

Ernsthafter aber doch immer locker wurde es dann bei den Damen der DRK-Bereitschaft Niebüll. Hier mussten nicht nur einige theoretische Fragen beantwortet werden, sondern eine stark blutende Wunde war mit einem Druckverband zu versorgen. Die stabile Seitenlage einer bewusstlosen Person gehörte ebenso dazu wie die Wiederbelebung. Wegen des heißen Wetters schmeckte allen Beteiligten anschließend die kühlen Getränke besonders gut. Sie waren auch voll des Lobes an die Rodenäser Ausrichter für die tollen Aufgaben. Am Abend waren dann alle Wehren beim Appell zur Siegerehrung am Cixbüllhiof angetreten. „Der große Moment ist gekommen. Es war ein spannender Wettkampf, der allen viel Spaß gemacht hat,“ resümierte Wehrführer Jürgen Köller, bevor er vom achten bis zum ersten Platz die Rangfolge vorlas. Dabei holte sich die Emmelsbüller Wehr mit 531 Punkten den dritten Platz und Bronzepokal. Nur einen Punkt besser waren die Zweitplatzierten aus dem Friedrich-Wilhelm Lübke-Koog. Da brandete schon großen Jubel bei den Horsbüllern aus und die Mützen flogen in die Luft, denn sie holten sich überlegen mit 625 Punkten den goldenen Sieger-Pokal.

Einen Sonderpokal und Medaillen für jeden Wettkämpfer erhielt unter großem Beifall die Jugendfeuerwehr Wiedingharde.

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