zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

16. Dezember 2017 | 14:49 Uhr

Leck-Huus : Konzert mit Höhen und Tiefen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Nicht bei allen Songs sprang der Funke zwischen dem Musiker Björn Paulsen und seinem Publikum im Leck-Huus über

shz.de von
erstellt am 23.Nov.2015 | 19:36 Uhr

Vielseitigkeit ist Leitlinie für das Jahresprogramm im Leck-Huus. Dem wurden die Veranstalter am Sonntagabend einmal mehr gerecht, dieses Mal mit einem Konzert für jüngere und junggebliebene Leute und nach dem Motto „Aus der Region für die Region“: Björn Paulsen aus dem Gotteskoog spielte mit seiner Band auf der Scheunenbühne und erntete von den rund 80 Zuhörern viel Beifall.

Fast schüchtern stellte sich Björn Paulsen vor das Mikrofon, mit einem kurzen „Moin“ und „Geht’s euch gut?“ knüpfte er erste Kontakte. Im Geesthardenhof gab er sein Debüt, was lange sein Wunsch gewesen war: „Immer wenn ich über Leck nach Hause gefahren bin, sagte ich mir: Hier möchte ich einmal auftreten!“ Nun hatte der Musiker seine Gitarre ausgepackt, erzählte von seiner „Kneipentour“, die ihn durch das nördlichste Bundesland geführt hat und fast im Leck-Huus endete. Ein Konzert in Angeln steht noch aus. Mit dabei ist seine eigens für diese Tour formierte Band: Gitarrist Marius del Mestre, Bassist Volker S. Zimmer und Drummer Kay Brandt.

Vorschusslorbeeren waren dem Nordfriesen vorausgeeilt: Durch die Castingshow „X Faktor“ erlangte er 2012 erste Erfolge und Bekanntheit. Und das nicht nur durch seine unverwechselbare, ausdrucksvolle Stimme, sondern gleichermaßen als Singer-Songwriter. Seine Songs „Königin“, „Herzen im Takt“ oder „Denn ich geh’“ fanden seinerzeit großen Anklang und jetzt ihren Platz auf der Top-Play-Liste. Eher anspruchsvolle Texte zeichnen auch Paulsens andere Songs aus, die auf seiner neuesten CD zu finden sind und jetzt zu Gehör gebracht wurden. Themen über das Leben, die Liebe, Herzschmerz und Freundschaft werden besungen. Musikalisch scheint der sympathische Rotschopf angekommen: Vorrangig komponiert er Deutsch-Rock, einige Balladen und Party-Laune machende Songs.

In sein Repertoire aufgenommen hatte Björn Paulsen einen Song, dessen ausdrucksstarker Text von Thorsten Wingenfelder von „Fury in the Slaughterhouse“ stammt: „Es geht um Heimat und seine Bedeutung. Jeder hat ein Recht auf Heimat, und dafür spiele ich dieses Lied.“ Ein anderes Mal forderte der Musiker seine Fans zum Mitsingen auf. „Oooheyo, heyo“ schmetterten alle gemeinsam, was dem Songwriter gefiel: „Ihr und wir im nächsten Jahr beim Rock am Ring?“

Teilweise lieferte Paulsen & Band eine gute Show, insbesondere in der zweiten Konzerthälfte gaben sich die Musiker lockerer. Nicht immer sprang der Funke über, aber immer transportierte der Sänger mittels seiner Stimme seine Gefühle. Schade nur, dass sich das Publikum durch zu wenig Blickkontakt ausgegrenzt fühlte. Trotzdem wurden Zugaben gefordert – und gegeben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen