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Nordfriesland Tageblatt

16. Dezember 2017 | 04:23 Uhr

Konversion mit vielen Vorteilen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeinde stimmt Kooperationsvertrag mit Leck und Klixbüll zu

von
erstellt am 05.Feb.2016 | 12:42 Uhr

Bürgermeister Dirk Enewaldsen teilte in der jüngsten Gemeindevertretersitzung mit, dass im Rahmen der Erschließungsmaßmahmen für die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge die Möglichkeit bestehe, Leerrohre für eine zukünftige Breitbandversorgung mitzuverlegen. Für die Strecke vom Ortsausgang Klixbüll bis zur Erstaufnahmeeinrichtung sei mit Kosten in Höhe von etwa 20  000 Euro, für die Längsverlegung im Rohrgraben der Trinkwasserleitung mit 17  000 Euro zu rechnen. Da die Aufgabe der Breitbandversorgung auf das Amt Südtondern übertragen wurde, werde dieses hinsichtlich der entstehenden Kosten in Vorleistung gehen. Die Gemeindevertretung stimmte der Mitverlegung der Leerrohre einstimmig zu. Voraussetzung: Das Amt – anteilig vielleicht auch die Breitbandgesellschaft – komme für die Kosten auf. Sollte Letzteres nicht der Fall sein, stimmten die Gemeindevertreter einer Kostenverteilung im Verhältnis der getroffenen Konversionsvereinbarung zu: 75 Prozent hätte Leck, 15 Prozent Tinningstedt und zehn Prozent Klixbüll zu tragen.

Zu der – im Zuge der Bundeswehrstrukturreform erfolgten – Konversionsplanung führte der Bürgermeister aus, sie verfolge die Ziele, die heimische Wirtschaft zu stärken, neue Arbeitsplätze zu schaffen und diese Vorteile zum gegenseitigen Nutzen wahrzunehmen. Geplant sei, im Zeitraum von 2016 und 2017 unter anderem folgende Maßnahmen zu realisieren: Durchführung eines luftverkehrsrechtlichen Antrags- und Genehmigungsverfahrens zur Verlegung des Sonderlandeplatzes Leck und des Segelfluggeländes zum Airpark Nordfriesland (Planungskosten: 225  000 Euro), vorzeitige Erschließungsmaßnahmen für den Airpark und die Durchführung der Bauleitplanung für den Kernbereich eines Business Parks nach Maßgabe der Konversionsplanung. Einstimmig beschloss die Gemeindevertretung den Abschluss der angesprochenen „Kooperationsvereinbarung“.

Sodann ermächtigte die Gemeindevertretung ihren Bürgermeister, einen Kooperationsvertrag zwischen den Gemeinden Tinningstedt, Klixbüll und Leck einerseits und der Sportfluggruppe Leck e.V. andererseits abzuschließen. Die Fluggruppe ist Inhaberin der sportflugrechtlichen Genehmigung, welche die Gemeinden benötigen, um die Nutzung der Landebahn und den Betrieb des geplanten Airparks beantragen zu können.

Dirk Enewaldsen teilte weiterhin mit, es bestehe vielleicht die Möglichkeit, im Bereich des Bürgerwindparks Braderup-Tinningstedt sechs weitere Windkraftanlagen zu errichten: drei auf Braderuper, zwei auf Tinningstedter und eine auf Lexgaarder Grund. Darüber hinaus könnten künftig eventuell auch im südöstlichen Bereich des Gemeindegebietes neue Windkraftanlagen entstehen. Er schlug vor, dem Land Schleswig-Holstein diese Flächen als Windeignungsflächen für die Aufnahme in den Regionalplan zu melden.



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