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Nordfriesland Tageblatt

24. August 2017 | 07:05 Uhr

Konflikte lösen ohne Gewalt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Petra Lenius-Hemstedt und Sandra Pohlmann stehen Schülern zur Seite

Seit dem Jahr 2006 gibt es den Landesverband Schleswig-Holstein „Seniorpartner in School“ (SiS) als eingetragenen Verein mit Sitz in Flensburg. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit dem Mittel der Mediation Kindern und Jugendlichen in den Schulen bei Konfliktlösungen zu unterstützen. Hierbei helfen so genannte Seniorpartner als ehrenamtliche Mediatoren den Schülern, auftretende Konflikte gewaltfrei zu lösen und dabei ihre persönliche und soziale Kompetenz zu stärken. Auch durch langfristige individuelle Bildungsbegleitung wird den Kindern die Möglichkeit angeboten, bei einer eventuellen Beeinträchtigung der charakterliche oder schulische Entwicklung zu helfen. Das bedeutet für die Schüler eine verbesserte Lernbereitschaft und somit bessere Abschlüsse, für die Lehrkräfte eine Entlastung durch Verbesserung des Lernklimas. Auch die Grund- und Regionalschule Südtondern mit ihren Standorten in Neukirchen und Wimmersbüll hat dieses Angebot gerne angenommen, übrigens aktiv als einzige Schule im Amt Südtondern.

Die ausgebildeten Mediatoren Petra Lenius-Hemstedt aus Aventoft, gleichzeitig auch Bildungsbegleiterin und Sandra Pohlmann aus Soholm verrichten diese Aufgaben unentgeltlich jeden Freitag von 8.15 bis 12.15 Uhr im Jugendsozialraum der Schule Neukirchen. Es können auch Einzelgespräche zu anderen Terminen an anderen Orten geführt werden, die alle der strikten Verschwiegenheit unterliegen und vertraulich behandelt werden.

Schulleiter Bendix Brodersen betont: „Wir nehmen jede Hilfe, die den Kindern geboten wird und nützlich ist, gerne an.“ Seine Einrichtung war vor gut vier Jahren eine der ersten, die die Schulsozialarbeit eingefügt hat. Nach den Sommerferien ist mit Sandra Pohlmann eine weitere Mediatorin hinzugekommen. In kurzen Statements stellte sie sich jetzt mit ihrer Kollegin und dem SiS-Programm in allen Klassen von der Grundschule G1 bis zur Regionalschule R 10 an beiden Schulstandorten vor. Die beiden fühlen sich bei den Gesprächen, die immer freiwillig sind, in die Situation anderer ein und hören bei Konflikten zu. Das können auch eventuelle Probleme zwischen Schülern und /oder Lehrern und/oder Eltern sein. Außerdem begleiten sie das gegenseitige Verständnis der Streitparteien und begleiten diese hin zu einer beiderseitigen einvernehmlichen Lösung. Dabei ermuntern sie die Parteien selbstverantwortlich zu handeln.

Das man viele Dinge auch von zwei Seiten betrachten kann, bewiesen Petra Lenius-Hemstedt und Sandra Pohlmann eindrucksvoll mit Bildern, auf denen von der linken Seite ein Hasenkopf zu sehen ist, der sich von der rechten Seite als Entenkopf darstellt. Oder ein Saxophon-Spieler von der einen und ein Frauenkopf von der anderen Seite. Die kurzweilige Vorstellung der beiden SiS-Mediatoren, die ihre Arbeit ehrenamtlich ausführen, entlockte den Schülern einen ehrlichen Beifall.



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erstellt am 26.Sep.2013 | 00:36 Uhr

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