zur Navigation springen

Kommissarischer Leiter im Gottesdienst verabschiedet

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Anlässlich des Ausscheidens des kommissarisch eingesetzten Leiters der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund, Dr. Stephan Linck, veranstaltete die Evangelische Kirchengemeinde Ladelund in ihrer St. Petri-Kirche einen Abschiedsgottesdienst.

Gestaltet wurde die gut besuchte Feierstunde vom Ladelunder Gemeindepastor Hans-Joachim Stuck (Predigt und Liturgie), dem örtlichen Projektchor unter der Leitung von Stephanie Budde und dem Organisten Klaus Bahrke.

Pastor Stuck stellte seine Ansprache unter das Thema der Jahreslosung 2014: „Gott nahe zu sein, ist mein Glück (Psalm 73, Vers 28). Fazit der Predigt: „Glück kannst du nicht machen, sondern es dir von Gott schenken lassen.“

Propst Dr. Kay-Ulrich Bronk lobte die Arbeit des Wissenschaftlers Dr. Stephan Linck, der nachgewiesen und gerügt habe, wie eilfertig die Evangelische Kirche in Schleswig-Holstein nach dem Zweiten Weltkrieg von den Untaten des Nationalsozialismus zu einer Normalität übergegangen sei, „als wäre nichts geschehen.“ Nur ein Ort rage bei der Aufarbeitung der Vergangenheit deutlich heraus: Ladelund, die Gemeinde mit der ältesten und einzigen kirchlich getragenen Gedenkstätte zu Ehren der KZ-Opfer.

Nach dem Gottesdienst, bei dem die bereits tätigen Mitarbeiterinnen in der Gedenkstätte, Dörte Christiansen (Sekretärin) und deren Assistentin, Nadya Neumann offiziell eingeführt wurden, folgte der Neujahrsempfang der Kirchengemeinde. Als Vorsitzender des Kirchengemeinderates hieß Sighart Baumgardt die alle Gäste willkommen. Er gab seiner Freude Ausdruck, dass nahezu alle im Kirchspiel Ladelund beheimateten Vereine, Verbände und Institutionen aus Ladelund, Bramstedtlund und Westre durch ihre Vorstände oder Abordnungen vertreten waren, was er als Beweis für ihr intensives Zusammengehörigkeitsgefühl wertete.

„Was uns verbindet,“ so ließ sich Sighart Baumgardt vernehmen, „ist unser gemeinsames Bestreben, unsere Dörfer zu liebens- und bewohnenswerten Gemeinde zu machen.“ Deshalb wolle man sich gegenseitig über das dörfliche Leben und angeschobene Projekte informieren. Als erster Grußredner berichtete der Bürgermeister der Gemeinde Westre, Peter Max Hansen, in seiner bekannt humorvollen Art aus dem Leben seiner Gemeinde. Dabei sprach er unter anderem die Erneuerung des öffentlichen Spielplatzes an, die im Rahmen eines „72-Stunden-Projektes“ der Landjugend erfolgt war. Bürgermeister Rüdiger Brümmer (Ladelund) erinnerte an die positive Entwicklung des DRK-Wohnprojektes in der Bergstraße. Heike Prechel referierte einmal mehr über die Arbeit des BürgerBus-Vereins Ladelund. Über eine erst wenige Tage zuvor gegründete Genossenschaft zur Schaffung eines Fernwärmenetzes in Ladelund informierte der Vorsitzende des Ringreitervereins Ladelund, Karl-Matthies Jacobsen.

zur Startseite

von
erstellt am 23.Jan.2014 | 13:39 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen