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Kolonialwaren im "Haus Peters": Vom Kaffee bis zum Gewürz

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erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Tetenbüll | Mehr als 100 Jahre bildete der Kaufmannsladen Peters den Mittelpunkt des Dorfes Tetenbüll. Dort wurden Waren des täglichen Bedarfs und Lebensmittel gekauft. Zugleich war der Laden so etwas wie ein sozialer Treffpunkt. Im biedermeierlichen Kolonialwarenladen aus dem Jahr 1820 spürt der Besucher auch heute noch die Atmosphäre von anno dazumal.

Das Gebäude stellt nicht nur ein wichtiges Baudenkmal des 18. Jahrhunderts dar, sondern ist ein kulturhistorisches Dokument, das Zeugnis abgibt von der dörflichen Wohn- und Arbeitswelt des beginnenden 19. Jahrhunderts. Als 1867 eine neue Gewerbeverordnung des Norddeutschen Bundes in Kraft trat, konnte auch endlich der ländliche Handel die Menschen mit Luxuswaren aus den Kolonialländern versorgen. Kaffee, Tee, Tabak und Kakao fanden nun endgültig ihren Weg in Küchen der Dorf- und Landbevölkerung.

Die neue Geschäftsführerin von Haus Peters, Dr. Katrin Schäfer, möchte mit einem neuen Ladenkonzept die alte Zeit "ein bisschen zum Leben" erwecken. Und daher gibt es jetzt ein ausgewähltes Sortiment klassischer Kolonialwaren zu kaufen: Kaffee aus einer Hamburger Privatrösterei, Tee, exklusive Biogewürze, Öle und Essige.

Ergänzt wird das Angebot durch handgeschöpfte, gentechnikfreie Manufaktur-Schokolade, Trinkkakao und einen "Haus Peters"-Fruchtaufstrich, der von einem einheimischen Marmeladen-Hersteller kreiert worden ist.

Und bei einer frischen Tasse Tee können die Besucher "so ganz nebenbei" natürlich auch die aktuelle Ausstellung "Faszination Küste" von Ulf Petermann besichtigen.

Die Nord-Ostsee-Sparkasse unterstützt die Arbeit für das kleine Museum. 1500 Euro hat die Sparkasse dem Kulturzentrum in diesem Jahr bereits gestiftet. 15 500 Euro waren es in den vergangenen 13 Jahren.

"Und das haben wir gern gemacht", betonte nachdrücklich Jan Diekmann, der als Leiter für den Nospa-Filialbereich Eiderstedt verantwortlich ist, bei einem Besuch in Tetenbüll.

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