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Oktoberfest in Leck : Knallerparty als Konstante

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Nach zwei Jahren Pause: Beim Oktoberfest der Bundeswehr amüsierten sich die Gäste prächtig in bayerischer Atmosphäre

Wenn Fregattenkapitän Karsten Sinner die Tettauer Musikanten dirigiert, die Nordlichter in bayerische Trachten schlüpfen und die „Goaßln“ über die Köpfe der Gäste schnalzen, dann ist Oktoberfest in Leck. Zahlreiche Gäste aus der ganzen Region waren der Einladung des Bataillons Elektronische Kampfführung 911 gefolgt und amüsierten sich prächtig in bayerischer Atmosphäre.

Das Oktoberfest der Bundeswehr hat eine lange Tradition. Doch diese ruhte zwei Jahre. Warum? Das wollte Fregattenkapitän Karsten Sinner in seiner Begrüßungsrede nicht kommentieren. Der Grund ist aber, dass nach der Außerdienststellung der Flugabwehrraketengruppe 25 der Stein wieder ins Rollen gebracht werden musste. Der Kommandeur des nachfolgenden Verbandes, Bataillon Elektronische Kampfführung 911, ließ sich überreden und zeigte sich nun erstaunt: „Was hier entstanden ist, ist einmalig im Norden nahe der Grenze zu Dänemark.“

Die Halle und einen Teil des Personals stelle die Bundeswehr, erläuterte er, doch das dieses Fest wieder möglich geworden ist, sei Menschen zu verdanken, die sich kümmern, die sich engagieren. Dem Bürgerfestverein stattete Sinner seinen Dank ab, ebenso der Traditionsgemeinschaft des AG 52, der Gemeinschaftlichen Heimgesellschaft Stadum und allen voran Hauptmann Ingo Ehlers für die Organisation. Seine Bewunderung für dessen Hilfe und das Ergebnis hielt sich nicht in Grenzen, immer wieder betonte der Kommandeur: „Das Oktoberfest soll eine Konstante bleiben!“

In der Tat war die große Halle auf dem einstigen Flugplatz bestens geschmückt. Flagge zeigten die Fahnen, Tischtücher, Stoffbahnen am Himmel, Luftballontrauben – alles natürlich in Bayerns Landesfarben Blau/Weiß. Herausgeputzt hatten sich ebenfalls so viele Gäste wie nie zuvor: Die Herren zeigten Bein und stramme Waden in zünftigen Lederhosen, die Damen zierten sich mit braven Dirndln. Da konnten einige Ehrengäste mithalten: Landtagsabgeordnete Astrid Damerow, Niebülls Bürgervorsteher Uwe Christiansen, stellvertretende Landrat Jörg-Friedrich von Sobbe, die Bürgermeister aus Leck, Stadum und Klixbüll sowie Lecks Ehrenbürgerin Ruth Gressmann gaben sich die Ehre.

Fast schon zum Inventar gehören die „Tettauer Musikanten“, die sich seit diesem Jahr „Frankenwald Express“ nennen. „Wir waren eigentlich schon immer da“, überlegte Matthias Gerthoff. Mit 17 weiteren Musikern, drei Musikerinnen und dem Solotrompeter Michael Russ behielt er das Publikum fest im Griff. Böhmische Blasmusik, Stimmungslieder und deutsche Schlager hatte das Orchester im Repertoire, animierte zum Schwofen, Schunkeln und immer wieder dazu, die Gläser zu heben: „Ein Prosit….“ Zum Glück war die „Maß Bier“ günstiger als auf den Münchner Wiesn. Den Anstich des Bierfasses hatte Fregattenkapitän Carsten Sinner natürlich selbst übernommen: Es klappte vorzüglich!

Während die Musiker mit ihrer Show gute Laune garantierten, sorgten 75 Helfer dafür, dass alles rund lief. Die Festbesucher quittierten das positiv und langten beim bayerischen Buffet mit Haxn und Kraut kräftig zu. Gut gesättigt gefiel der Auftritt der „Roßhauptner Goaßlschnalzer“ noch mal so gut. „Bitte sitzen bleiben!“ Dieser Rat war unbedingt zu befolgen, als fünf Allgäuer die Tische erkletterten und ihre „Goaßln“ unter musikalischer „Ziach“ (Akkordeon)-Begleitung zum Schnalzen brachten.

Sportlichen Einsatz demonstrierten die Gäste schließlich selbst: Die Tanzfläche war rappeldickevoll. Fröhlich und harmonisch ging das Fest zu Ende. „Das war spitzenmäßig. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr“, brachte es beispielsweise Günter Lück für alle auf den Punkt.

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erstellt am 29.Sep.2014 | 05:00 Uhr

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