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Planspiel : Klixbülls Schule soll attraktiver werden

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Durch längere Betreuungszeiten will die Gemeinde der schwindenden Schülerzahl aktiv entgegenwirken. 80 sollten es insgesamt sein, bisher haben sich für das kommende Schuljahr allerdings erst elf angemeldet.

Zum Erhalt der Grundschule Klixbüll sind mindestens 80 Kinder erforderlich. Für das nächste Schuljahr liegen aber erst elf Anmeldungen vor. Die Gemeinde will nun versuchen, den Schulstandort durch längere Betreuungszeiten attraktiver zu machen. Das entschieden die Kommunalpolitiker in der jüngsten Sitzung.

Die Betreuung soll ab dem Schuljahr 2014/15 auf 16 Uhr oder sogar 16.30 Uhr ausgedehnt werden. Außerdem findet am Sonnabend, 9. November, in der Zeit von 10 bis 13 Uhr ein „Tag der offenen Tür“ statt. Ferner soll versucht werden, bei der Kirche längere Öffnungszeiten des Kindergartens zu erreichen. Augenblicklich nehmen 20 bis 25 Kinder der Schule und des Kindergartens an der Mittagsverpflegung teil. „Sollten es mehr werden, müsste die Ausgabe des Essens neu organisiert werden“, so Bürgermeister Werner Schweizer. Mit der AktivRegion Nord werde deshalb über den Bau eines Mehrzweckraums verhandelt. Der Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss wurde beauftragt, ein Gesamtkonzept einschließlich der Ermittlung von Fördermöglichkeiten durch die AktivRegion zu erarbeiten.

Zu Beginn der Sitzung der Gemeindevertretung Klixbüll hatten Lars Brunk und John-Heinrich Ingwersen über geplante privilegierte Windkraftanlage an der Sauenanlage der Bring Bau GmbH & Co. KG in Bosbüll informiert. Wie sie ausführten, sei der Bring Bau gestattet worden, aufgrund des hohen Eigenbedarfs an Strom auf Klixbüller Gemeindegebiet zwei kleine privilegierte Windstromaggregate zu errichten. Wegen des harmonischeren Aussehens in Bezug auf die bereits vorhandenen Windkraftanlagen sei aber empfohlen worden, nur eine – entsprechend größere – Mühle in Betrieb zu nehmen. Eventuell könnte die Gemeinde Klixbüll hierfür Gewerbesteuer beziehen. Alternativ wurde angedacht, jährlich einen fixen Betrag in eine Bürgerstiftung einzuzahlen. Nicht verschwiegen wurde, dass die neue Mühle den Ertrag der bereits vorhandenen schmälern könnte. Dieser Ausfall müsse gegebenenfalls ermittelt und finanziell ausgeglichen werden.

In der Einwohnerfragestunde wurde einmal mehr der Bewuchs am Fahrradweg, insbesondere die Einschränkung der Sicht an den Straßeneinmündungen, moniert. Bürgermeister Schweizer teilte mit, einige Anlieger seien in dieser Angelegenheit bereits aufgefordert worden, den Wildwuchs zu entfernen. Da auch die Verkehrsschau die Sichtbehinderungen beanstandet habe, sei es ihm jetzt möglich, die Säumigen schriftlich zur Ordnung zu rufen.

Zur Durchführung der nachfolgenden drei Tagesordnungspunkte übergab Bürgermeister Schweizer seinem Stellvertreter, Christian Bendix Mommsen, den Vorsitz, während er selbst und die übrigen Gemeindevertreter wegen Befangenheit den Sitzungsraum verließen. Mommsen erteilte dem Gemeindebeauftragten Erich Berg (Süderlügum) das Wort. Dieser erinnerte daran, er habe am 7. Mai 2013 beschlossen, einen Teilabschnitt des gemeindlichen Hörnkweges in der Länge von 350 Metern einzuziehen. Das Verfahren der Teilentwidmung sei abgeschlossen. Einsprüche seien nicht eingegangen. Auch die Sondernutzung des Weges durch die „Zweite Klixbüller E & C. KG Energiegesellschaft mbH“ sei einvernehmlich geregelt.

Wie Berg des Weiteren ausführte, habe die Bauverwaltung des Amtes Südtondern einen Vertrag ausgearbeitet, mit der Aussage, die Gemeinde Klixbüll gestatte der bereits genannten Energiegesellschaft, auf Klixbüller Gemeindegebiet über ein Länge von 120 Metern ein Erdkabel zuzüglich einer Steuerleitung zu verlegen. Sie erhalte dafür ein Nutzungsentgelt. Der Vertrag sei auf 30 Jahre begrenzt. Der Beauftragte beschloss – zwangsläufig einstimmig –, der Vertrag solle wie dargestellt abgeschlossen werden.

Er fasste einen weiteren Beschluss: Die Gemeinde Klixbüll beteiligt sich als Kommanditist mit einem Betrag in Höhe von 10 000 Euro an der Zweiten Klixbüller Energiegesellschaft. Der ursprünglich vorgesehene Betrag von 20 000 Euro sei bei der Kommunalaufsicht nicht durchzusetzen gewesen.

 

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erstellt am 30.Okt.2013 | 05:45 Uhr

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