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Nordfriesland Tageblatt

19. Oktober 2017 | 11:43 Uhr

Klixbüll in den schwarzen Zahlen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ergebnisrechnung schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 105 294 Euro / Seniorenwohnanlage an Fernwärmenetz angeschlossen

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2015 | 13:25 Uhr

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Klixbüll zählten die Genehmigung der im Haushaltsjahr 2014 angefallenen Haushaltsüberschreitungen und die anschließende Beschlussfassung zum Jahresabschluss 2014.

Wie Dirk Pfeiffer als Mitarbeiter des Amtes Südtondern ausführte, beliefen sich die Haushaltsüberschreitungen auf 359  255 Euro, davon über- und außerplanmäßige Aufwendungen in Höhe von 271  895 Euro und nicht eingeplante Auszahlungen im Betrage von 87  360 Euro. Zu den größeren Abweichungen gegenüber der Planung zählten die Mehrausgaben in folgenden Bereichen: Finanzausgleichsrückstellung (210  000 Euro), Energetische Sanierung der Grundschule (60  818 Euro), Anzahlungen für den Bau des Dörps-Campus (17  576 Euro), Zuschuss zur Abrechnung der Offenen Ganztagsschule (OGS) 2013/14 (11  588 Euro), Stromkostenüberhang für die Straßenbeleuchtung (6  309 Euro) und die Sozialpädagogische Betreuung der Grundschule Klixbüll (8  927 Euro). Der Empfehlung des Finanzausschusses, alle Haushaltsüberschreitungen zu akzeptieren, folgte die Gemeindevertretung einstimmig. Dasselbe gilt für die Anerkennung des Jahresabschlusses 2014.

Die Ergebnisrechnung schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 105  294 Euro ab, um 98  894 Euro besser als der Planungsansatz im Betrage von 6400 Euro. Dazu trugen die Mehrerträge bei der Gewerbesteuer von 291  000 Euro nicht unwesentlich bei. Die Finanzrechnung weist eine Erhöhung der Geldbestände von 221  275 Euro aus, obwohl man mit einer Verminderung um 182  600 Euro gerechnet hatte. Dies bedeutet eine Verbesserung um 403  875 Euro. Die „bereinigten“ Geldbestände beliefen sich am 31. Dezember 2014 auf 820  975 Euro. Der Finanzausgleichsrückstellung wurden planmäßig 85  000 Euro entnommen sowie 210  000 Euro zugeführt. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 4,218 Millionen auf 4,495 Millionen Euro (alle Zahlen gerundet.)

Da im Zuge der Verlegung der Fernwärmeleitung das Buswartehäuschen vor dem Grundstück Hauptstraße 73 entfernt wurde, soll nunmehr auf dem gemeindeeigenen Grundstück am Laura-Hansen-Weg Ersatz geschaffen werden. Der Bauausschuss soll über die bauliche Ausführung der Hütte entscheiden, sowie vor den Haushaltsberatungen sämtliche Warteunterstände überprüfen.

Wie Bürgermeister Werner Schweizer mitteilte, sind der Schulverband Südtondern zu zwei Drittel und alle Gemeinden des Amtes Südtondern zuzüglich der Stadt Niebüll zu einem Drittel für die sanierungsbedürftige Niebüller „Südtondernhalle“ zuständig. Nach den aktuellen Kostenschätzungen würden die Kosten für einen Neubau rund 900  000 Euro höher ausfallen als eine Sanierung. Es ist vorgeschlagen worden, dass die finanzstärkeren Gemeinden und die zentralen Orte – als Zeichen der Solidarität – die Mehrkosten in einem Zeitraum von 30 Jahren übernehmen. Jedes Jahr solle neu ermittelt werden, welche Gemeinden mit ihrer Finanzkraft über dem Durchschnitt aller 30 beteiligten Amtsgemeinden liegen und dann entsprechend zur Kasse gebeten werden. Die Klixbüller Gemeindevertreter erklärte sich mit fünf zustimmenden – bei drei ablehnenden Stimmen und ohne Enthaltungen – grundsätzlich bereit, sich an dem vorgestellten Sonderfinanzierungsmodell zu beteiligen.

Sieghard Rahtke, engagierter Betreuer der aktuell 16 in Klixbüll untergebrachten Flüchtlinge und Asylbewerber, hielt einen informativen Vortrag über den Sachstand seiner durch Sprachbarrieren erschwerten Arbeit. In seinem eigenen Bericht ließ Bürgermeister Schweizer unter anderem wissen, nach dem Anschluss der Seniorenwohnanlage an das Nahwärmenetz seien nunmehr 71 Häuser mit einer Gesamtanschlussleitung von 1103 Kilowatt angeschlossen. Das letzte Grundstück im Broder-Christiansen-Weg sei dieser Tage verkauft worden. Bezüglich der schwierigen Situation des örtlichen Bäckerladens habe ein Gespräch stattgefunden. Eine Arbeitsgruppe werde sich damit befassen, das Umfeld des Ladens attraktiver zu gestalten. Das beheizte Schwimmbad Klixbüll sei an 113 Tagen geöffnet gewesen. Ohne die Frühschwimmer und schulisch betreuten Kinder habe man in der Saison 7570 Besucher gezählt. Der Tagesrekord habe bei 420 Badegästen gelegen.

 



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