Kommunalwahl : Kleine Verschiebungen in den Gemeinderäten

Losentscheid mit Amtsdirektor Otto    Wilke. Wahlvorsteher Albert Hansen (l.) zieht das Los, das Mario Gatzsch (AWR) oder Edlef Holm Kjer (WG I) den Platz im Rodenäser Gemeinderat einräumt. Die Entscheidung fällt zu Gunsten von Mario Gatzsch aus. (Dorothee Barske)
Losentscheid mit Amtsdirektor Otto Wilke. Wahlvorsteher Albert Hansen (l.) zieht das Los, das Mario Gatzsch (AWR) oder Edlef Holm Kjer (WG I) den Platz im Rodenäser Gemeinderat einräumt. Die Entscheidung fällt zu Gunsten von Mario Gatzsch aus. (Dorothee Barske)

In den kleineren Kommunen der Wiedingharde ließen sich mehr Wähler als in den größeren Orten mobilisieren. Im Lübke-Koog gingen von den 140 Einwohnern immerhin 95 und damit 67,86 Prozent zur Wahl, während in Klanxbüll nur 47,53 Prozent der 789 Wahlberechtigten abstimmten.

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29. Mai 2008, 06:54 Uhr

Amt Südtondern | Parteien spielen in den Kommunen des ehemaligen Amtes Wiedingharde keine große Rolle. Hier sind es vor allem Wählergemeinschaften, die sich um die Geschicke in der Gemeinde kümmern.
Aventoft

In Aventoft konnte sich der SSW gegenüber der Wählergemeinschaft AUWG um einen Sitz auf vier verbessern. Die AUWG verfügt jetzt über fünf (sechs) Mandate. Mit 557 Stimmen (674) entschieden sich 57,48 (66,54) Prozent der Wahlberechtigten für die AUWG. Der SSW kam auf 412 (339) Stimmen und 42,52 (33,46) Prozent. Mit einem Direktmandat wurden von der AUWG Christine Harksen, Hans Detlefsen, Oliver Christiansen und Andrea Henningsen in die Gemeindevertretung gewählt. Über die Liste kommt Jens-Christian Sörensen in den Gemeinderat. Für den SSW errang Uwe Fuhrbach ein Direktmandat. Über die Liste ziehen Alexander Andresen, Gerda Christiansen und Frank van Gellekom in das Gemeindeparlament ein. Die Entscheidung wurde von 60,05 Prozent der 403 Wahlberechtigten getroffen.In Emmelsbüll-Horsbüll behauptete die Aktuelle Arbeitsgemeinschaft Emmelsbüll-Horsbüll (AAE-H) mit ihrem Spitzenkandidaten Günther Carstensen trotz Stimmenverlust und einem Sitz weniger mit fünf Mandaten ihre Mehrheit. Für die AAE-H stimmten 40,27 (47,87) Prozent. Gezählt wurden 977 (1351) Stimmen. Auch die Kommunale Wählervereinigung Horsbüll (KWH) büßte einen von ihren drei Sitzen ein, während die AdW sich um eines auf drei Mandate verbessern konnte. Für die KWH stimmten 22,46 (24,06) Prozent. Gezählt wurden 545 (679 Stimmen). Die Aktionsgemeinschaft der Wähler (AdW) legte zu mit 562 (473) Stimmen und einem Anteil von 23,17 (16,76) Prozent. Entgegen dem landesweiten Trend konnte die SPD ihr Ergebnis von vor fünf Jahren verbessern. Mit 23 Stimmen mehr wurden 342 (319) gezählt und ein Plus 2,80 auf 14,10 Prozent errechnet. An der Sitzverteilung ändert das nichts: Es bleibt bei einem Sitz und der geht an Armin Jessen. Für die AAE-H wurden direkt gewählt: Günther Carstensen, Lotti Sibbert, Volquard Petersen, Ludolph Melfsen-Jessen, Axel Karstensen. Für die AdW errang Wilfried Knutzen ein Direktmandat. Über die Liste ziehen Peter H. Carstensen und Walter Sieger in die Gemeindevertretung ein. Die KWH wird von Christian Carstensen und Jes B. Melfsen vertreten. Von den insgesamt 838 Wahlberechtigten machten 53,82 Prozent von der Möglichkeit der Stimmabgabe Gebrauch.
Klanxbüll

In Klanxbüll waren die Allgemeine Wählergemeinschaft Klanxbüll (AWK), die CDU und die FPD angetreten. Stärkste Fraktion bleibt die AWK, die den Abstand zur CDU vergrößern konnte. Sieben Sitze entfallen auf die AWK. Die CDU verliert einen Sitz und entsendet vier Vertreter in den Gemeinderat. Die AWK erhielt 986 (1157) Stimmen und 56,96 (58,11) Prozent. Die CDU kam auf 679 (834) Stimmen und 39,23 (41,89 Prozent). Die FDP erhielt 66 Stimmen und 3,81 Prozent. Dieter Johannsen (CDU) erhielt ein Direktmandat, über die Liste folgen Heinz W. Dumke, Arne Hennings und Adriane Petersen. Für die AWK wurden direkt gewählt: Friedhelm Bahnsen, Christin Wolter, Harald Petersen, Sören Bauch und Kay Lorenzen. Über die Liste folgen Arno Gregersen und Manfred Hansen. 47,53 Prozent der 789 Wahlberechtigten gingen zur Wahl.
Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog

Im Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog bleibt alles wie gehabt. Die Wählergemeinschaft Lübke-Koog (WGL) behält ihre vier, die CDU ihre drei Sitze - trotz Einbußen. Für die WGL wurden 189 (217) Stimmen gezählt und ein Anteil von 60 (57,11) Prozent errechnet. Die CDU erhielt 126 Stimmen (2003: 163). Von 42,89 Prozent sank der Anteil bei dieser Kommunalwahl auf 40 Prozent. Direkt gewählt wurden von der WGL Hans-Dieter Feddersen, Christian Nissen und Ralf Hargens. Frank thor Straten schließt sich über die Liste an. Für die CDU errang Volker Thießen ein Direktmandat. Weiter ziehen über die Liste Iwer Hinrichsen und Renate Hilgendorf in das Lübke-Kooger Gemeindeparlament ein.Im Lübke-Koog wählten 67,86 Prozent der 140 Wahlberechtigten.
Neukirchen
In Neukirchen musste die Wählergemeinschaft einen Sitz an die SPD abgeben. Die AWG ist mit sechs (2003: sieben) Mandaten, die CDU und SSW wie gehabt mit drei beziehungsweise einem Sitz vertreten. Die SPD verbessert sich um einen auf drei Sitze. Für die AWG stimmten 42,28 (51,09) Prozent der Wähler, die 1353 (1964) Stimmen abgaben. Für die CDU wurden 706 (974) Stimmen gezählt und 22,06 (25,34) Prozent errechnet. Die SPD erhielt 795 (578) Stimmen und kommt auf 24,84 (15,04) Prozent. Der SSW erhielt 346 (328) Stimmen und verbesserte sich von 8,53 auf 10,81 Prozent. Von sieben Direktmandaten gingen fünf an die AWG: Peter Ewaldsen, Rolf Jacobsen, Ute Petersen, Maren Karstensen und Dieter Matthiesen. Karl Thomas Thomsen folgt über die Liste. Für die CDU holte Wolfgang Petersen ein Direktmandat. Über die Liste folgen Broder Ingwersen und Manuela Blanarsch. Von der SPD wurde Thomas Nissen direkt gewählt. Jörg Hansen und Karl-Anton Berkenkamp ziehen über die Liste ein. Der SSW wird von Kerstin Siegfried vertreten. Von 1018 Wahlberechtigten stimmten 50,20 Prozent ab.
Rodenäs
In Rodenäs hat die Allgemeine Wählergemeinschaft Rodenäs (AWR), die bei dieser Wahl zum ersten Mal antrat, auf Anhieb vier Sitze errungen. Ebenso viele Mandate errang die Wählergemeinschaft I (WG I), die bisher fünf Sitze inne hatte. Neu ist im Rodenäser Gemeindeparlament auch mit einem Mandat der SSW, während die SPD bei dieser Kommunalwahl nicht mehr angetreten war. Die WG I erhielt 408 (527) Stimmen und einen Anteil von 43,04 (53,72) Prozent. Für die AWR wurden 370 Stimmen gezählt und ein Anteil von 39,03 Prozent errechnet. Der SSW kam auf 170 Stimmen und 17,93 Prozent. Thomas Dose und Wolfgang Pörksen errangen ein Direktmandat. Über die Liste folgen Hans-Erich Kirch und Sine Hansen. Für die AWR gingen an Dirk Winkelmann, Jörg Nissen und Mario Gatzsch Direktmandate. Über die Liste zieht Sven-Ole Landmesser in den Gemeinderat ein. Den SSW vertritt Kristian Petersen. Von 382 Wahlberechtigten stimmten 57,33 Prozent ab.

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