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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 11:55 Uhr

Finanzen : Kleine Verbesserung im Etat

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeindevertretung befasste sich mit dem Abschluss für das Jahr 2012 und dem neuen Haushalt. Bürgermeister informierte über Radweg-Pläne.

von
erstellt am 02.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Ausführlich beschäftigte sich die Gemeindevertretung Westre mit dem Jahresabschluss 2012 ihres Gemeindehaushaltes. Wie Dirk Pfeiffer vom Amt Südtondern erläuterte, habe sich nach der Ergebnisrechnung ein Jahresüberschuss in Höhe von rund 74 600 Euro ergeben. Dies stelle gegenüber dem geplanten Ansatz von 52 100 Euro eine Verbesserung um 22 500 Euro dar. Das positive Ergebnis sei auf Mehrerträge im Bereich der Realsteuern sowie auf Zinserträge und Dividendenzahlungen zurückzuführen. Ihnen stünden jedoch auch Mehraufwendungen gegenüber bei der Unterhaltung der Gemeindewege unddem Betrieb der Kindergärten. Mit dem Jahresabschluss erhöht sich die Bilanzsumme auf 1,266 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote auf 53,6 Prozent.

Der anschließend aufgestellte Haushaltsplan 2014 weist gegenüber dem des Vorjahres nur geringfügige, teils auch gar keine Änderungen auf. Nennenswerte Abweichungen sind aufgrund der gesunkenen Steuerkraft im Bereich der Finanzwirtschaft zu verzeichnen. So wird die Gemeinde wieder Schlüsselzuweisungen in Höhe von 91 600Euro erhalten. Die Kreis- und Amtsumlagen sinken zusammen um 33 900 Euro. Für Investitionen sind Ausgaben in Höhe von 21 500 Euro vorgesehen, wobei die voraussichtlichen Kosten für die Planung eines Radwegs entlang der L 1 nach Süderlügum mit vermutlich 12 000 Euro zu Buche schlagen werden. Der Ergebnisplan schließt bei Gesamterträgen von 526 800 Euro und Aufwendungen in Höhe von 461 200 Euro mit einem Jahresüberschuss von 65 600 Euro ab. Im Finanzplan stehen Einzahlungen von 516 100 Euro aus laufender Verwaltungstätigkeit geplanten Auszahlungen von 483 600 Euro sowie von 26 200 Euro aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegenüber. Aufnahmen von Darlehen sind nicht vorgesehen.

Die Hebesätze für die Realsteuern bleiben unverändert: je 310 Prozent für die Grundsteuern A und B, 380 Prozent für die Gewerbesteuer. Da die Satzung über die Erhebung von Beiträgen und Gebühren für die zentrale Schmutzwasserbeseitigung der Gemeinde Westre nach 20 Jahren der Gültigkeit abgelaufen war, hieß es nunmehr, eine Nachfolgesatzung zu akzeptieren. Sie wurde einstimmig erlassen. Die Grundgebühr wurde auf 15 Euro pro Jahr festgesetzt, wenn Wasserzähler des Typs „QN 2,5“ oder „Q 4“ verwendet werden. Die Zusatzgebühr in Höhe von 0,52 Euro pro Kubikmeter Abwasser bleibt unverändert, obgleich sie für eine Kostendeckung nicht mehr ausreicht. Im nächsten Jahr kann jedoch der zu erwartende Unterschuss noch durch die Gebührenausgleichsrücklage abgedeckt werden, so dass eine Anhebung der Gebühren voraussichtlich erst im Jahre 2015 ansteht.

Auf Antrag des Hilfswerkssausschusses der Kirchengemeinde Ladelund beschloss die Gemeindevertretung einstimmig, dringend erforderliche Renovierungsmaßnahmen am Versammlungsraum der Wohnanlage „Haus Drei Harden“ mit einem Betrag in Höhe von 1000 Euro zu unterstützen, zumal auch ehemalige Westrer Einwohner davon profitieren.

Bürgermeister Peter Max Hansen informierte über Entscheidungen aus dem nicht-öffentlichen Teil. So sei der Auftrag für die Erneuerung des Feuerwehrgerätehauses erteilt worden. Einer Vereinbarung mit der Breitbandgesellschaft bezüglich der Vorfinanzierung der Verlegung von Leerrohren habe man zugestimmt, eine Beteiligung am Projekt „Quartiersmanager“ abgelehnt. Wie Hansen weiter berichtete, habe er anlässlich eines Termins in Oldesloe erfahren, dass der Bau eines Fahrradweges mit bis zu 40 Prozent der Kosten bezuschusst werden kann, sofern ein Radwegekonzept vorliegt. Die Nachbargemeinde Süderlügum habe beschlossen, die Planung eines Radweges in Richtung Westre vorrangig in Angriff zu nehmen.

Bürgermeister Hansen beklagte den Zustand des im Gemeindehaus als Anrichte verwendeten Schreibtisches. Man kam überein, den Tisch zu ersetzen. Das Gemeindeoberhaupt wurde beauftragt, sich darum zu kümmern.

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