Neujahrsempfang : Klanxbüll feiert Auftakt in 2018

Die Sonne strahlte gestern mit den Gastgebern des Neujahrsempfangs um die Wette. Fotos: prenzel (2)
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Die Sonne strahlte gestern mit den Gastgebern des Neujahrsempfangs um die Wette. Fotos: prenzel (2)

Viele Besucher und gute Stimmung beim Empfang mit Bürgerversammlung im Charlottenhof.

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08. Januar 2018, 12:48 Uhr

Klanxbüll | Ein kräftiger Handschlag und ein „Gutes Neues!“ – traditionell begrüßt der Klanxbüller Bürgermeister Friedhelm Bahnsen (62) an der südlichen Tür des Charlottenhofs die Bürger des Dorfes zum Neujahrsempfang. Mit den meisten ist das freundliche Gemeindeoberhaupt per Du, eine gegenseitige Wertschätzung, die für den früheren Polizeibeamten typisch ist.

Nach ein paar netten Worten in der Diele geht es weiter ins Innere des Charlottenhofs. Denn zunächst haben die Klanxbüller Gelegenheit, sich bei einem Glas Sekt oder Saft am Tresen oder im Pesel zu unterhalten. Wer will, stellt sich dazu. Im gemütlichen Pesel sitzen die „Alten“ zusammen. Die Einwohner sind gut gelaunt. „Gemeckert wird zum Jahresbeginn nicht“, erläutern die Ehrenamtlichen am Tresen, Jutta Petersen und Marion Bahnsen. „Wir haben im Dorf viel bewegt“, weiß auch Masha Davids, die aus Hamburg nach Klanxbüll gezogen ist. Sie gehört zu der Garde der jungen Klanxbüller, die sich über jüngeren Zuwachs und die Entwicklung des Dorfes freuen.

Man hält gut zusammen in Klanxbüll. So haben in diesem Jahr Konfirmanden auf die „Lütten“ aufgepasst, währen die Eltern schnackten. Der Klönschnack dauert eine gute Stunde, ehe die Bürgerversammlung beginnt. Jahr um Jahr wird dabei Rückschau und Ausblick gehalten: „Was haben wir erreicht, was bringt uns die Zukunft?“ Das „weiße Zimmer“ ist dazu sehr gut besucht. Und hier hat Bürgermeister Friedhelm Bahnsen endlich das Wort – und wieder einmal viel zu berichten. Das Dorf wächst und hat im Jul die 1000-Einwohnergrenze überschritten. Die Resterschließung im B-Plan 11 (Friesenweg) mit zwölf Grundstücken ist erfolgt. Ein Grundstück ist bereits verkauft, elf sind reserviert. Ein OVG-Urteil zur Steuerung der Windenergienutzung und die vorläufige Sicherstellung weiterer Bereiche der Wiedingharde als Landschaftsschutzgebiete haben die Gemeindevertretung 2017 beschäftigt. Es wurden gemeinsame Stellungnahmen der Gemeinden Klanxbüll, Rodenäs, Neukirchen und Aventoft erarbeitet und der Landesplanung und dem Kreis Nordfriesland zugeleitet. Laut Beschluss hat sich die Gemeinde am Ladesäulenkonzept der Aktivregion beteiligt und beim Infozentrum und plant, auf dem Parkplatz am Bahnhof insgesamt vier Lademöglichkeiten zu schaffen.

Das Klageverfahren wegen der Beschädigung der Abwasserleitung am Bahnübergang Klanxbüll West bei der 8. Zivilkammer des LG Flensburg läuft weiter. „Das Gericht geht davon aus, dass ein Anspruch wegen eines Vertrages mit Schutzwirkung zugunsten Dritter vorliegend Anwendung findet und sich die Klägerin auf einen solchen Drittschutz berufen darf. Es wird wieder in die mündliche Verhandlung eingetreten“, betont Friedhelm Bahnsen. Die Veranstaltungen wie die Biike 2017 lief mit einer guten Beteiligung auf dem neuen Parkplatz am Charlottenhof und Unterstützung durch die Trachtengruppe. Im April stand die jährliche Wegeschau an. Die Erneuerung der Wege kostete circa 33 000 Euro. Die Breitbandversorgung im Außenbereich dauert an. „Den Kinderspielplatz in der Bahnhofstraße haben wir in Eigenleistung neu ausgestattet“, sagt Friedhelm Bahnsen Die Maßnahme konnte mit großzügiger Unterstützung der Bürgerstiftung Klanxbüll umgesetzt werden. Die Bürgerstiftung konnte darüber hinaus wieder mehrere Vereine und Einrichtungen unterstützen.

Auch für 2018 liegt eine Menge an. Der Bürgermeister will die Planungen für das neue Feuerwehrhaus weiterbringen. „Eine gründliche Vorplanung wird bei der Umsetzung Geld sparen. Der Bau wird für die Gemeinde ein finanzieller Kraftakt werden. Ein aufwendiges Bauleitverfahren und ein Umweltbericht sind erforderlich. Erste Planzeichnungen sind in Abstimmung mit der Wehrführung von der Architektin erstellt worden. „Ich werde für eine weitere Wahlperiode kandidieren“, sagte der Bürgermeister abschließend. Er ist im zehnten Jahr im Amt als Nachfolger von Wolfgang Bauch, der vor rund 20 Jahren die Tradition des Neujahrsempfangs eingeführt hat.
Weitere Ereignisse in Kürze:
• Im Juni konnte die Gemeinde das Jubiläum „20 Jahre Informationszentrum Wiedingharde“ begehen. Mit Gästen von nah und fern wurde eine tolle Veranstaltung gefeiert. Der Dank geht an alle Unterstützer des Hauses.
• Mit 15 Jahre Seniorenheim „Landhaus Nis Puk“ konnten im Sommer ein weiteres schönes Jubiläum begangen werden. Es ist ein Haus, das aus der Gemeinde und der Region nicht mehr wegzudenken ist.
• Die Trachtengruppe Wiedingharde konnte 40-jährigen Geburtstag auf dem Charlottenhof mit vielen befreundeten Trachtengruppen feiern.
• Im Kindergarten wurde die langjährige Leiterin Saskia Carstensen verabschiedet und ihre Nachfolgerin Marion Rein begrüßt.
• Aus der Kirchengemeinde verabschiedete sich Pastor Sören Zastrow, der jetzt eine Pfarrstelle in Dithmarschen übernommen hat. Die Pfarrstelle in den vier „Bülls“ ist noch nicht wieder besetzt. Es gibt aber derzeit zwei Bewerber.

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