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Nordfriesland Tageblatt

21. Oktober 2017 | 03:55 Uhr

Junge Talente : Klangvolle Besonderheiten

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Klassik, Romantik, Pop und Rock sowie Eigenkompositionen: Unter dem Motto „Musik pur“ begeisterten Schüler beim Hausmusikabend der FPS

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2013 | 07:00 Uhr

Es war wieder einmal ein wunderschöner Abend, der Hausmusikabend der Friedrich-Paulsen-Schule. Denn: 88 Jahre FPS sind auch 88 Jahre Pflege der Hausmusik. Erstmals wurde, wenn auch etwas verspätet, an die Heilige Cäcilia von Rom erinnert, der im späten Mittelalter der Legende nach das Patronat der Hausmusik zugeschrieben wurde. Tag der Hausmusik, auch Cäcilientag genannt, war der 22. November. „Dann feiern wir ihn eben jetzt“, sagte FPS-Musiklehrer Falko Jerominski, der Schüler aller Jahrgänge ermuntert hatte, in der Mensa vor großem Publikum aufzutreten.

Der Abend in der Mensa bot eine Reihe von Besonderheiten. Bis auf eine Ausnahme traten nur Schüler auf – überwiegend Schülerinnen. Dominierendes Instrument war das Klavier, seltener Violine, Violoncello, Akkordeon und Gitarre. An die bevorstehende Weihnachtszeit erinnerte nur der Tannenbaum vor der Bühne – sonst nichts, kein Lied, keine Melodie. Es trat auch kein Chor auf – und keine Band, sieht man einmal vom Akkordeonquartett mit rhythmischer Schlagzeugbegleitung ab. Es war eben anders als sonst an diesem regnerischen Novemberabend.

„Musik pur“ lautete das Motto auch an diesem Hausmusikabend – von Schumann, Bartok, Bach und Brahms bis zu ABBA, von der Romantik bis zu Pop und Rock sowie Eigenkompositionen. Höhepunkte unter den Darbietungen waren zweifellos Brahms‘ Sonate für Klavier und Violoncello e-moll op. 38, vorgetragen von Anja Choquer und Noah Leonavicius, sowie Chopins Walzer op. 64 Nr. 2 mit Hannah Christiansen am Flügel. Ob Supertalent, Anfängerin, ob fast schon meisterlich oder eben nur vorsichtig in den Tempi der Etüde vorgetragenes Spiel: Alles wurde mit herzhaftem Applaus belohnt.

Oberstudiendirektor Manfred Wissel dankte den Mitwirkenden für ihre Leistungen und hob aus der Skala der Eigenschaften, die einen guten Musikus ausmachen, nicht nur die Begabung hervor, sondern auch Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen. „Sie gleiten zu ihrem Instrument hin, als werden sie geschoben, sie spielen hoch konzentriert, entspannen sich dann und fragen nach ihrem Vortrag mit befreiendem Lächeln: War ich gut?“ So beschrieb der Schulleiter seine Youngster, die an diesem Abend ihren ersten Auftritt hatten. Am Ausgang wurde der Geigenkasten aufgehalten: für den guten Zweck Musik, für Noten und Instrumente.




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