Filmprojekt in Niebüll : Kinder und Jugendliche übten sich als Filmemacher

Eine Themenvorgabe für die Filme gab es nicht – die Ideen wurden gemeinsam entwickelt.
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Eine Themenvorgabe für die Filme gab es nicht – die Ideen wurden gemeinsam entwickelt.

Zahlreiche Teilnehmer beim Camp „Nordfriesischer Winter“ am Wochenende in Niebüll.

shz.de von
16. Januar 2018, 04:20 Uhr

Ein Wochenende hatten die acht jungen und Teilnehmer des Filmcamps „Nordfriesischer Winter“ Zeit, einen Kurzfilm zu drehen. Chiara Meyer vom Kulturbüro und Antonia Ahner kümmerten sich um die Organisation und Betreuung der Kinder und Jugendlichen, während Eugen Heimböckel, freiberuflicher Foto- und Videograf, den angehenden Filmemachern mit Rat und Tat zur Seite stand.

Am Sonntag war es dann so weit. Abends gegen 18 Uhr konnten die fertigen Werke dem Publikum präsentiert werden. Etwa 60 Neugierige nahmen dafür in einem vorbereiteten Raum in der Jugendherberge Niebüll Platz und warteten gespannt. In diesem Jahr gab es keine Themenvorgabe, sondern nur zu Beginn ein Treffen, bei dem gemeinsam Ideen entwickelt wurden. Doch beinahe keine der anfänglichen Ideen fand tatsächlich ihre geplante Umsetzung.

Den Teilnehmern wurden alle Freiheiten gelassen und da jeder von ihnen schon einmal an einem Camp teilgenommen hatte, musste Eugen Heimböckel auch nicht viel zur Ausrüstung, die von der Internationalen Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg (IBJ) gestellt wurde, erklären.

Nicht alle Filmemacher konnten sich auf ein Konzept einigen und entschieden sich schlussendlich dazu, zu improvisieren. So unterschiedlich die Charaktere, so unterschiedlich wurden auch die fünf Filme, deren Länge zwischen einer und 15 Minuten Länge variierte. Moderne Themen, wie Do-It-Yourself- Videos, die in „D.I.Y. 2.3“ aufs Korn genommen wurden oder auch das erste Treffen zweier Frauen über die Dating-App „Tinder“ in „Schweigen ist Gold“ basierten nah am realen Leben, wohingegen der Film „Jochen lernt Zaubern“ das völlige Gegenteil bot.

Die humorige Dokumentation mit dem einprägsamen Titel „Nordfriesischer Dschungel“ unterhielt das Publikum mit ungezwungener Stehgreifdarbietung; während der kürzeste Film, in dem nur ein kleiner Plastiktraktor aus verschiedenen Kameraeinstellungen zu sehen war, mit Klang und Geräusch faszinierte. Da überraschte der Name des Streifens „Das Geräusch“ nicht lange.

Zu einem einprägsamen Film gehört mehr, als nur eine Kamera auf eine Person zu halten und „Action“ zu rufen, sagen die Initiatoren. Eine gute Idee, ein Drehbuch und Textpassagen, Ton und Kameraführung sind nur ein Teil vom großen Ganzen. Nach jedem Kurzfilm standen die Macher ihrem Publikum Rede und Antwort. Wobei die meisten die Frage nach den Ideen zu beschäftigen zu schien.

Diese vielfältigen und kreativen Ergebnisse wecken Vorfreude auf weitere Filme. Diese könnte tatsächlich schon in naher Zukunft befriedigt werden, denn auch in diesen Sommer bietet das Kulturbüro Niebüll die nächste Chance für angehende Steven Spielbergs beim Outdoor-Filmcamp.





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